Schumi-Fans können jubeln: RWE will Kult-Kartbahn in Kerpen nicht abbagern – doch was jetzt?

Ralf und Michael Schumacher

Die „Schumi-Kartbahn“ in Kerpen hat Kult-Status. Im Zuge des Braunkohle-Tagebaus schien ihr Aus besiegelt. Jetzt verkündet RWE eine überraschende Wende. Aber was sagt der ansässige Kart-Club?

Kerpen

21.01.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die berühmte Kartbahn, auf der die Ex-Formel 1-Piloten Michael und Ralf Schumacher ihre Karriere begonnen haben, sollte dem Braunkohletagebau Hambach zum Opfer fallen. Jetzt kommt die überraschende Wende.

Die berühmte Kartbahn, auf der die Ex-Formel 1-Piloten Michael und Ralf Schumacher ihre Karriere begonnen haben, sollte dem Braunkohletagebau Hambach zum Opfer fallen. Jetzt kommt die überraschende Wende. © dpa/Archiv

Jubel-Potenzial für Formel-1-Fans: Die berühmte „Schumi-Kartbahn“ in Kerpen soll jetzt doch nicht für den Braunkohletagebau Hambach abgebaggert werden. RWE gehe davon aus, dass die Rennstrecke erhalten werden kann, teilte RWE-Sprecher Guido Steffen am Dienstag mit. Die Rennstrecke ist untrennbar mit den Namen der früheren Formel-1-Piloten Ralf und Michael Schumacher verbunden.

Der „Erftlandring“ hat in der Szene Kult-Status: Die Schumacher-Brüder hatten dort in jungen Jahren ihre Karrieren gestartet und jede freie Minute auf der Bahn verbracht, wie Ralf Schumacher mal erzählte. Der „Express“ hatte zuvor berichtet.

Seit vielen Jahren war bekannt, dass die Strecke einmal für den Braunkohletagebau Hambach in Anspruch genommen würde. Jahrelang hatten Betreiber und RWE Power vergeblich nach einem Ersatzgelände gesucht, um das endgültige Aus noch einmal abzuwenden. Zuletzt stand aber sogar der Zeitpunkt für die Übergabe des Areals an RWE Power fest, nämlich der Oktober 2020.

Kart-Club: Wir können noch keine Auskunft geben

Jetzt die Wende: RWE will die Bahn nicht abbaggern. Wie der Kart-Club mit der Nachricht umgeht, blieb zunächst offen. „Wir bedauern Ihnen mitzuteilen, dass wir Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt keine Auskunft geben können“, schrieb der Club auf eine Anfrage.

Der Club sei bereits informiert, sagte Steffen. Es hätten noch keine weiteren Gespräche stattgefunden, aber es gebe ja auch keinen Zeitdruck. Der Betrieb auf der Kartbahn könne normal weitergehen. „Wir können jetzt in Ruhe Gespräche aufnehmen, der Verein und wir, und sehen, wie es da weitergeht“, sagte Steffen.

Die überraschende Wende wurde mit der Kohle-Einigung zwischen Bund, Ländern und Energiekonzernen möglich, die auch den Erhalt des Hambacher Forstes festhielt. Nach aktuellen Planungen des Energiekonzerns RWE soll der Ort Kerpen-Manheim zwar abgebaggert werden, aber die Rennstrecke weiter östlich eben nicht.

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