Schwäne schwimmen nach hartem Winter wieder in die Freiheit

Kemnader See

Sieben Schwäne haben ihre Freiheit wieder. Sie mussten im Winter aufgepäppelt werden. Nun wurden sie am Kemnader See wieder in die freie Natur geschickt. Mit mächtigen Flügelschlägen machten sie sich auf und davon.

WITTEN

von Von Barbara Zabka

, 11.02.2011, 17:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ab in die Freiheit - sieben Winterschwäne wurden am Kemnader See wieder in die Natur entlassen.

Ab in die Freiheit - sieben Winterschwäne wurden am Kemnader See wieder in die Natur entlassen.

Immerhin fanden 53 Winterschwäne in diesem Winter bei Thorsten Kestner Zuflucht. Ob die fünf weißen und die beiden schwarzen Schwäne am Kemnader See bleiben, ist ungewiss. "Es sind Vögel und die können überall hinfliegen. Wo Vögel leben, dort herrscht ein Kommen und Gehen", sagt der Vogel-Experte. Da alle Tiere beringt sind, kann man ihren Lebensweg in gewissem Sinne verfolgen. So waren schon mal Schwäne aus Kopenhagen oder Blesshühner aus Polen zu Gast. So ist beispielsweise die Schwanenmutter, die am Mühlengraben gebrütet hat, mit ihren Kleinen in der Nähe von Velbert aufgetaucht. Wilfried Perner, Geschäftsführer der Freizeitzentrum Kemnade GmbH, ließ es sich persönlich nicht nehmen, einen Schwan zu Wasser zu lassen. "Das ist eine lieb gewordene Tradition – hier bei uns am See." Einen bewegten Eindruck von den Tieren hat auch die Azubine: "Mein Schwan war ganz warm und weich", erzählt Auszubildende Nadine Wegner. "Meine Angst war sofort wie weg geblasen."

Nur die Geräusche, die der Schwan von sich gegeben habe, haben die Auszubildende irritiert. Der nächste Entlassungstermin – diesmal für die Jungschwäne – wird Ende März sein. "Die brauchen noch ein bisschen mehr Speck auf den Rippen", sagt Thorsten Kestner schmunzelnd. Bei der Saisoneröffnung sollen neun gefiederte Langhälse von Bord der MS Schwalbe den Weg in die große, weite Welt antreten.