Schwarzer Montag für die Teutonia-Damen

Handball

RIEMKE Wenn den Riemker Damen da nicht mal ein gebrauchter Montagabend angedreht worden ist. Im Duell gegen den HSV Solingen-Gräfrath kassierten die Handballerinnen eine böse 26:35 (12:20)-Klatsche und wurden dabei zeitweise sogar vorgeführt.

24.11.2009, 17:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nicole Bonna.

Nicole Bonna.

Wer zu diesem ungewohnten Spieltermin attraktiven Handball sehen wollte, der war am Montag in der Böll-Halle durchaus am richtigen Ort. Einziger Schönheitsfehler: Es waren die Gäste, die sehenswerte Akzente setzten und den Riemkerinnen eine Handball-Lektion erster Güte verpassten. Der von den beiden Ex-Riemkerinnen Annekathrin Brzoskowski und Silke Gnad trainierte Westdeutsche Meister des vergangenen Jahres zeigte sich bestens vorbereitet und deckte bereits in den ersten Minuten die eklatanten Schwächen der Teutonia auf.

Harmlos im Angriff und mit wenig durchdachten Aktionen, rannten sich die Riemkerinnen immer wieder in der gut postierten Gräfrather Abwehr fest. Die Gäste bestraften jeden Fehler und jeden Ballverlust konsequent mit ihren sicher vorgetragenen Kontern, kamen zudem über die linke Außenposition immer wieder gefährlich vors Tor der Teutonia und trafen auch aus dem Rückraum fast nach Belieben. Und weil Nicole Bonna zwischen den Pfosten einen ihrer seltenen "suboptimalen" Tage erwischte, wurde auch das Abwehrproblem überaus deutlich, das Riemkes Torfrau ansonsten mit ihren Glanzleistungen bestens kaschiert.

Nach zehn Minuten war die Partie erledigt Es waren gerade einmal zehn Minuten gespielt, da war die Partie angesichts einer 10:5-Führing für die Gäste eigentlich schon erledigt. Die Teutonia mühte sich zwar redlich, war aber viel zu planlos in ihren Angriffsbemühungen, ließ jedes Kombinationsspiel vermissen und verlor sich zumeist in Einzelaktionen. Ganz anders die Gäste, die kaum Fehler machten, ein flüssiges Offensivspiel zeigten und gnadenlos Angriff um Angriff vor das Riemker Tor trieben.20 Gegentreffer zur Pause

20 Gegentreffer zur Pause ließen Böses ahnen und als sich Gräfrath Mitte der Halbzeit auf 28:16 absetzen konnte, schien sich ein Debakel größeren Ausmaßes anzubahnen. Zumal die Gäste nicht gewillt waren, angesichts der klaren Führung einen Gang zurückzuschalten. Doch gänzlich vorführen lassen wollten sich die Riemkerinnen dann doch nicht. In der Endphase gelang ihnen noch Ergebniskosmetik.

Bonna, Scheffler; Klaile (2), Garzareck (3/1), Imping (4), Grzegorczyk, Köhler (5/1), Niang (3), Wozniak (3), Kaczmarek (5), Berens (1), Müller, Tahirovic