Schweine leiden unter der Hitze-Welle

26.06.2019, 18:13 Uhr / Lesedauer: 1 min

Herbern/Ascheberg. Die Temperaturen steigen derzeit vielerorts auf weiter über 30 Grad. Das ist nicht nur für uns Menschen eine Belastung. Auch Tiere leiden unter der großen Hitze. Besonders Nutztiere, die nur im Stall leben, bekommen schnell Hitzestress. Zu den Nutztieren zählen zum Beispiel Kühe und Schweine. Landwirte müssen deshalb im Moment besonders gut auf ihre Tiere im Stall achten. Ein Landwirt (53) aus der Gemeinde Ascheberg hat uns erklärt, wie er das genau macht.

Der Stall ist zum Beispiel mit Lüftern ausgestattet, die die verbrauchte Luft absaugen. Dazu kommen sogenannte Frischluftkanäle, die frische Luft in den Stall leiten. Dafür wird die Frischluft bevorzugt von der Nordseite aus angesogen. Dort ist in der Regel Schatten und die Luft ein paar Grad kühler. Auch die Türen und Fenster im Stall lässt der Landwirt geöffnet. „Damit es mehr Luftbewegung gibt“, erklärt er uns.

Manch Landwirte haben an der Decke ihrer Ställe auch Sprühanlagen angebracht, die kaltes Wasser versprühen. Dadurch sinkt die Temperatur um einige Grad. So etwas hat der Landwirt aus der Gemeinde Ascheberg aber nicht. Aber der 53-Jährige füttert seine Schweine bei der Hitze weniger als sonst. „Damit entlasten wir den Kreislauf der Tiere, der durch die Hitze ohnehin schon genug belastet wird“, sagt er.

Trotz aller Maßnahmen habe die Temperatur im Schweinestall diese Woche schon 35 Grad betragen. Das ist zu viel für Schweine, die Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad bevorzugen. Das weiß auch der Landwirt. Er hofft, dass es in den kommenden Tagen wieder kühler wird. Till Goerke