Schweizer Kanton erlaubt Steuerzahlung mit Bitcoin

Steuern

Die Steuer per Kryptowährung begleichen – das ist in Zug in der Schweiz bald möglich. Der Kanton lässt ab Anfang 2021 Zahlungen mit Bitcoin und Ether zu. Für die Bewohner ist das jedoch nichts Neues.

Zug

04.09.2020, 11:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
In einem Schweizer Kanton können Bürger ihre Steuer zukünftig mit Bitcoin zahlen.

In einem Schweizer Kanton können Bürger ihre Steuer zukünftig mit Bitcoin zahlen. © picture alliance/dpa

Im Schweizer Kanton Zug kann man ab 2021 seine Steuern mit Kryptowährung zahlen. Künftig soll es den Zuger Bürgern möglich sein, ihre Steuerschulden mit den Währungen Bitcoin und Ether zu begleichen, wie der Finanzdirektor des Kantons, Heinz Tännler, der „Neuen Zürcher Zeitung“ sagte.

Der Innerschweizer Kanton, der wegen seiner offenen Haltung gegenüber der Kryptowährungs-Branche auch „Crypto Valley“ genannt wird, ermöglicht seinen Bürgern die neue Zahlungsform ab Februar 2021. Sowohl Privathaushalte als auch Unternehmen sollen dann ihre Steuern bis zu einem Betrag von 100.000 Franken (etwa 92.700 Euro) mit Bitcoins oder Ether bezahlen können.

Zahlungen an das Einwohneramt per Bitcoin bereits möglich

Laut der „Neuen Zürcher Zeitung“ sollen die Krypto-Zahlungen an den Staat durch den im Kanton ansässigen Krypto-Dienstleister Bitcoin Suisse abgewickelt werden. Tännler geht davon aus, dass die Zahlungsmöglichkeiten „vor allem von geübten Krypto-Anwendern genutzt werden, die bereits digitale Währungen besitzen“. Auch der Zahlungsdienstleister Bitcoin Suisse ist überzeugt, dass 99 Prozent der Bürger ihre Steuer vorerst weiter „traditionell“ bezahlen werden.

In Zug ist das Zahlen mit Kryptowährungen nichts Neues. In dem Kanton, in dem etwa 127.000 Menschen leben, sind bereits seit 2016 Zahlungen an das Einwohneramt per Bitcoin möglich. In der Schweiz sind Kryptowährungen wie der Bitcoin vor allem beliebte Anlageobjekte.

RND

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