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Schwere Maschinen begeistern Zuschauer beim Dampf-Festival

Zeche Hannover

Rauch und Dampf wohin man sieht: Beim Dampf-Festival rund um die Zeche Hannover konnten die Besucher 18 originale Dampfmaschinen bewundern. Premiere auf dem Festival hatte der amerikanische Dampf-Traktor "Minnie" - der einzig fahrtüchtige Traktor seiner Art.

WATTENSCHEID

von Von Simone Danisch

, 29.05.2011 / Lesedauer: 3 min
Schwere Maschinen begeistern Zuschauer beim Dampf-Festival

Schwere Maschinen, viel Dampf und der nostalgische Geruch nach glühenden Kohlen: Auf dem Dampf-Festival gab es für Laien und Profis viel zu entdecken.

Es riecht nach glühender Kohle auf der Zeche Hannover, langsam rollen Dampfwalzen an einem vorbei, irgendwo hört man eine Dampfpfeife. EDie schweren Dampfmaschinen haben einiges erlebt. Ihre Baujahre datieren von 1896 bis 1924. „Damit ist das hier das größte Treffen dieser Art in ganz Deutschland“, so Museumsleiter Dietmar Osses. Stolz schwingt in seiner Stimme mit.

Alle zwei Jahre findet das Festival für Liebhaber der alten Maschinen statt und erfreut sich dabei einem bunten Publikum. „Wir haben zwei Sorten von Besuchern. Zum einen ist das hier ein großes Familienfest, bei dem für alle was dabei ist. Zum anderen locken wir viel Fachpublikum an“, erklärt Osses. Beide Sorten fotografieren was das Zeug hält. Wann bekommt man noch eine fahrtüchtige Dampfwalze vor die Linse? Für die Kleinen gab es Aktivitäten zum Thema Dampfmaschinen und ihre Geschichte. Im Dampfworkshop wurde erklärt, wo die Kohle für die Maschinen herkommt und wie sie in Gang gesetzt werden.

Auch eine kleine Rundfahrt war möglich, allerdings auf einer der 20 Miniaturen, die beim Dampf-Festival ebenfalls vertreten waren: „Die werden von Menschen aus der Umgebung originalgetreu im Maßstab 1:2 nachgebaut. Die stellen wirklich alles selbst her und basteln da richtig dran rum“, verriet Dietmar Osses. Die Attraktion des diesjährigen Treffens war der Dampf-Traktor „Minnie“, der zum ersten Mal bei der großen Schau in Wattenscheid zu sehen war. Das amerikanische Fahrzeug sei laut Osses das einzige seiner Art, dass noch fahrtüchtig sei, was es auch mit mehreren Runden um das Gelände unter Beweis stellte.

Trotz der vielen begeisterten Besucher, die das Dampffestival alle zwei Jahre zu einem Erfolg machen, wird es immer schwieriger, ein Treffen wie dieses auf die Beine zu stellen, gab Dietmar Osses zu: „Es ist einfach ein Riesen-Aufwand, die Maschinen hier her zu bringen. Und auch an die Kohle zu kommen, mit der die Fahrzeuge betrieben werden, wird immer schwerer.“ Denn so eine Dampfmaschine braucht tennisballgroße Kohlestücke und die sind nicht leicht zu besorgen. Trotzdem möchte der Museumsleiter gerne weiter an dieser Tradition festhalten: „Das Erfahrungswissen und das technische Know-how geht sonst verloren, darum ist dieses Treffen ganz wichtig. Klar hat man nach einigen Stunden, die man hier steht, ein leichtes Kratzen im Hals und bekommt den Geruch nicht mehr aus der Nase, aber das gehört nun einmal dazu. So war das Leben damals.“