Schweres Jahr für die Wälder

17.01.2019, 18:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Marco Adamek kümmert sich um die Wälder in Werne. Wellerdiek

Marco Adamek kümmert sich um die Wälder in Werne. Wellerdiek © Andrea Wellerdiek

Werne. Die Wälder in der Region haben eine schwere Zeit hinter sich. Angefangen hat alles genau vor einem Jahr: Am 18. Januar 2018 wütete der Sturm Friederike über NRW. Dadurch wurden viele Bäume umgeknickt und zerstört. Die Wälder in Werne hatten Glück im Unglück. Hier wurden nicht so viele Bäume beschädigt, wie an anderen Orten in Nordrhein-Westfalen.

Dann kam jedoch das nächste Problem. Der Borkenkäfer, ein sehr kleines Insekt, fiel über gesunde und vor allem durch den Sturm geschwächte Bäume her. Die kleinen Käfer beißen sich vor allen an Fichten fest und saugen den Lebenssaft der Bäume aus. Die Pflanzen können kein Harz als Abwehrmittel mehr bilden und sterben. Auch in Werne wurden die Fichten von den Schädlingen befallen. Allerdings gibt es hier mehr Laub- als Nadelbäume. Das war auch das Glück für den Werner Stadtwald.

Dort stehen viele Eichen und Buchen, die nicht von den Borkenkäfern befallen werden. Außerdem sind sie schon alt und dadurch stark und tief verwurzelt. Somit konnte ihnen auch der Sturm vor einem Jahr wenig Schaden zufügen. Deswegen möchte Revierförster Marco Adamek den Bestand, so wie er ist, schützen und weiter pflegen.

Damit es auch zukünftig allen anderen Wäldern gut geht, hat das Umweltministerium NRW einen Plan entwickelt, wie Bäume zukünftig besser vor Schädlingen und extremen Wetterbedingungen geschützt werden können. Experten unterstützen Waldbesitzer bei der Pflege der Artenvielfalt. Das heißt, dass sie darauf achten wollen, dass es mehr Mischwälder gibt. Die können sich besser schützen.Julian Reimann