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Anzeigetafel streikte auch

SCHWERTE „Bei uns wird nicht gestreikt“, schallte die Stimme aus dem Lautsprecher quer durch den Güterbahnhof: „Wir sind nicht in der GdL.“

von Von Reinhard Schmitz

, 15.11.2007
Anzeigetafel streikte auch

Zu allem Überfluss streikte auch noch die Zuganzeige in der Wartehalle des Bahnhofs Schwerte.

Als wollte sie diese Aussage unterstreichen, drückte die rote Diesellok wie gewohnt eine lange Wagenschlange über den Ablaufberg. Männer in orangenen Sicherheits-Overalls kuppelten sie auseinander, damit sie wie von Geisterhand ins Gewirr der Abstellgleise hinabdonnerten. Trotz leichter Verzögerungen lief der Betrieb noch normal weiter.

Notfahrplan Auf Ausfälle mussten sich dagegen die Reisenden im Personenverkehr einstellen. Doch die DB hatte vorgesorgt. Überall auf den Abfahrplakaten machten hastig gedruckte Aushänge auf den Notfahrplan aufmerksam. Noch bis Samstagmorgen um 2 Uhr – so war darauf zu lesen – fällt der Wupper-Maas-Express (RE 17) zwischen Hamm und Hagen aus. Als Ersatz wurde auf den Rhein-Münsterland-Express (RE 7) verwiesen, der trotz des Arbeitskampfes verkehrte.

Anzeigetafel im StreikDem Ausstand angeschlossen hatte sich zu allem Überfluss wieder einmal die elektronische Anzeigetafel an der Wand der Wartehalle. Statt Auskunft über Verspätungen zu geben, verwies sie nur auf eine Info-Rufnummer in Dortmund. Großer Andrang herrschte deshalb vor allem im morgendlichen Berufsverkehr in der Reiseauskunft. Immer wieder mussten die freundlichen Mitarbeiter verunsicherten Kunden den Weg in den richtigen Zug zeigen.

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