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Arbeitskreis weist auf Barrieren für Behinderte hin

SCHWERTE Wenn man beim Postamt zweimal klingelt, kommt der Beamte zu seinen Kunden nach draußen vor die Tür. So sieht die behindertengerechte Lösung aus, die sich die Post für ihren fehlenden Hintereingang ausgedacht hat.

von Von Nicole Jankowski

, 31.03.2008

Wenig praktikabel finden sie die Mitglieder der Caféhausgespräche, einer Arbeitsgruppe zur Unterstützung von Menschen mit Behinderung und ihren Familien in Schwerte.  Bei einem Rundgang durch die Stadt zeigten sie Bürgermeister Heinrich Böckelühr Stolpersteine und Barrieren, die sie in der Ruhrstadt entdeckt haben.Türöffner sieht aus wie eine Klingel Eine erste Anregung liefert Thorsten Eisenmenger direkt am Rathaus: Zwar weist ein großes Schild auf den Behinderteingang rechts am Gebäude hin, der Türöffner dort sehe jedoch aus wie eine Klingel. „Kein Problem, da können wir einen Hinweis anbringen“, löst Böckelühr das Problem unbürokratisch. Schwieriger wird es da beim Problemfall Post. Nach dem Umbau am denkmalgeschützten Gebäude verschwand der Hintereingang, so dass Menschen im Rollstuhl oder mit einem Rollator keine Möglichkeit mehr haben, in das Gebäude zu kommen. Sie müssen links neben dem Eingang klingeln, der Postbeamte kommt nach draußen, um dort seinen Kunden zu bedienen.Liste der Stolpersteine ist lang Eine unbefriedigende Lösung, weiß Katrin Seibt aus eigener Erfahrung. „Meine privaten Angaben für den Nachsendeauftrag mussten draußen auf der Straße aufgenommen werden“, erinnert sie sich. Eine Ummeldung ihres Telefons sei vor Ort gar nicht möglich gewesen. Zu kurze Ampelphasen, holprige, schiefe Bürgersteige, zu hohe Bordsteinkanten – die Liste der gefundenen Stolpersteine ist lang. „Hinweise von Direkt-Betroffenen sind immer wichtig. Ihr Blick ist ein ganz anderer“, betont Böckelühr. Die Problemliste des Arbeitskreises werde er direkt an die SEG weiter geben. Damit bei Tiefbauarbeiten direkt darauf geachtet werden könne.

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