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Fest lässt Kassen klingeln

SCHWERTE Die "Geiz ist geil"-Phase ist vorbei. Welche Erwartungen knüpfen die Händler jetzt an das Weihnachtsgeschäft? RN-Redakteur Reinhard Schmitz sprach mit Hartwig Tondera, Vorsitzender des Einzelhandelsverbands.

27.11.2007
Fest lässt Kassen klingeln

Hartwig Tondera ist optimistisch.

Herr Tondera, spürt der Handel eine Trendwende? Tondera : Die hatten wir schon im Dezember 2006. Das Vorjahr war fantastisch. Denn die bevorstehende Mehrwertsteuer-Erhöhung bewirkte Vorzieheffekte, vor allem bei Möbeln und Großgeräten. Dort fehlt dieses Geld jetzt allerdings.

Das gilt aber nicht für die übrigen Branchen? Tondera : Die Stimmung unter den Kollegen ist gut. Der gesamte Handel ist gedämpft optimistisch. Ich habe heute noch den Ifo-Geschäftsklima-Index gelesen. Dieses Stimmungsbarometer ist um 0,3 auf 104,2 Punkte gestiegen.

Wie wichtig ist der Endspurt im Weihnachtsgeschäft für die Jahresbilanz? Tondera : Einige Branchen erzielen in den dreieinhalb Wochen 25 Prozent ihres Jahresumsatzes. Beispielsweise bei Schmuck, Wäsche, Büchern, Spielzeugen, Lederwaren oder kleinen technischen Geräten. Das ist ganz schön schwierig. Da darf keiner krank werden. Ich hatte schon Kollegen, die während dieser Zeit im Laden gekocht haben, damit sie die Arbeit schaffen.

Macht sich denn die Konkurrenz des Online-Handels bemerkbar? Tondera : Diese Branche rechnet mit einem Riesenplus. Aber das Feld wird nicht den Großen wie Amazon überlassen. Es gibt natürlich auch Einzelhändler, die das probieren.

Also auch in Schwerte? Tondera : Es gibt einige Kooperationen, zum Beispiel über Einkaufsverbände oder Grossisten. Denn der Aufbau eines eigenen Internet-Shops kostet so viel Kraft wie der Aufbau eine Filiale.

Aber vieles möchte man doch vor dem Kauf lieber in die Hand nehmen. Tondera : Natürlich. Oder kaufen Sie Schuhe oder Bekleidung im Internet? Die persönliche Bedienung und die Kleinstadt, in der man sich zu Hause und sicher fühlt, sind eine Stärke der Ruhrstadt. Das schätzen auch Kunden aus dem Dortmunder Süden. Es ist schon erstaunlich, dass wir uns neben dem Riesen Dortmund so halten können.

Welchen Weihnachtswunsch hätten sie für die Ruhrstadt? Tondera : In erster Linie mehr stadtnahe Parkplätze. Denn die Leute sind nicht bereit, wie in Dortmund weite Wege zu laufen.

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