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Fünf Milliarden Kubikmeter Gas auf der Durchreise

ERGSTE Fünf Milliarden Kubikmeter Gas soll die neue Pipeline der RWE-Energy von der tschechischen Grenze bis in den Aachener Raum transportieren. Wahrscheinlich führt die Route über Schwerte.

von Von Heiko Mühlbauer

, 28.11.2007
Fünf Milliarden Kubikmeter Gas auf der Durchreise

Nach derzeitiger Planung soll die neue Gasleitung quer durch das Naturschutzgebiet Elsetal verlegt werden.

In einem Gespräch informierte der Regierungspräsident unlängst die betroffenen Kommunen. Am Mittwoch bestätigte auch RWE-Sprecher Wolfgang Schley: „Schwerte ist für uns ein Ort im Fokus.“Insgesamt 750 Kilometer lang Beim Energie-Unternehmen sieht man dringenden Bedarf für die insgesamt 750 Kilometer Pipeline quer durch die Republik. In Syda an der tschechischen Grenze soll sie an das tschechische Leitungsnetz angeschlossen werden. Von dort aus führt die Trasse in einem ersten Bauabschnitt bis nach Werne. Sie soll dann weiter in Richtung Eynatten bei Aachen gebaut werden. Die Leitung eröffne Transporte nicht nur aus russischen Gasfeldern, sondern auch aus Förderstätten im Nahen Osten, so Schley. Rund eine Milliarde Euro wolle man in das neue Projekt investieren.2011 ans Netz  Das Gas sei zum Teil für den deutschen Markt bestimmt, zum Teil fließe es aber auch in die Beneluxstaaten. 2011 soll die neue Transportleitung ans Netz gehen. Bislang ist man aber noch im Raumordnungsverfahren. Und an dem sind natürlich auch die Kommunen beteiligt. Besondere Freude herrscht bei denen kaum. „Die Baustelle für eine solche Leitung hat Autobahnausmaße“, weiß Baudezernent Herbert Kluge. Auch wenn die Trasse anschließend wieder begrünt wird, müssten zunächst 25 bis 30 Meter breite Schneisen durch die Landschaft geschlagen werden. Und die führen nach den derzeitigen Planungen auch durch das Naturschutzgebiet im Elsebachtal. Bau durch geschützte Natur abwenden Bislang hofft man von Seiten der Stadt aber noch, zumindest den Bau durch die geschützte Natur abwenden zu können. „Wenn die Leitung unabdingbar ist, wollen wir auf jeden Fall, dass sie sich an vorhandenen Trassen orientiert“, fordert Baudezernent Herbert Kluge. Denn bislang führen die Planungen des Energieversorgers zumindest auf Schwerter Gebiet auf bislang gänzlich neuen Wegen durch die Stadt. Die Bauverwaltung fordert aber eine Koppelung an andere Leitungen oder Bahnlinien, um die Umweltschäden in Grenzen zu halten.  „Zumindest dann, wenn die Versorgungsleitung überhaupt gebaut werden muss“, schließt er an.

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