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Großer Einsatz von Polizei und Feuerwehr in Villigst: Chlorgasunfall oder Rauschgift?

Polizeieinsatz

Ein angeblicher Chlorgas-Einsatz in einem ehemaligen Bunker in Villigst hinterlässt viele Fragezeichen. Die Polizei verweist auf laufende Ermittlungen. Vermutlich ging es um Cannabis.

Villigst

, 11.02.2019 / Lesedauer: 2 min
Großer Einsatz von Polizei und Feuerwehr in Villigst: Chlorgasunfall oder Rauschgift?

Chlorgas-Alarm im ehemaligen Bunker. Die Feuerwehr war im Gebäude unter Atemschutz und mit Messgeräten. © Heiko Mühlbauer

Die Schlange der Feuerwehrfahrzeuge entlang der Roten-Haus-Straße war lang. Im Einsatz war aber nur eine Handvoll Feuerwehrleute. Angeblich war Chlorgas aus einem ehemaligen Bunker der Post aus der Zeit des Kalten Kriegs an der Einmündung zum Westheider Weg ausgeströmt. Was nun tatsächlich passierte, darüber gab es offiziell keine Auskunft.

Ein Polizeieinsatz sei es gewesen, erklärte Schwertes Feuerwehrchef Wilhelm Müller und verwies auf die Polizei. Die verweigerte mit dem Hinweis auf laufende Ermittlungen alle Angaben.

Am Nachmittag wurden Pflanzen und Material abtransportiert

Aus gutem Grund: Angeblich wurde in dem Bunker eine Cannabis-Plantage gefunden. Die Polizei habe am Nachmittag Technik und Pflanzen sichergestellt, wusste ein Zeuge später zu berichten.

Bunker schützte angeblich das Rote Telefon nach Moskau

Der Bunker, der nach Erzählungen von Nachbarn zweigeschossig in die Tiefe geht, ist mittlerweile im Privateigentum. Sechs Meter tief unter der Erde sollte er den Telefonverkehr auch in Kriegszeiten gewährleisten. „Dort führte angeblich die Leitung des berühmten Roten Telefons her“, erzählte einst Hans-Hermann Rätscher den Ruhr Nachrichten. Er wollte nämlich dort einen Veranstaltungsraum eröffnen, doch die Pläne zerschlugen sich.

Relais für den Fernsprechverkehr

Ob die Leitung des Roten Telefons wirklich dort verlief, ist nicht mehr zu klären. Fest steht, dass es sich dabei nicht um ein Telefon, sondern um eine ständige Fernschreibverbindung zwischen den USA und der Sowjetunion handelte.

In den Räumen, die nach Auskunft von Nachbarn rund 80 Quadratmeter groß sind, befanden sich auf jeden Fall einst Relais und Sender für den Fernsprechverkehr.

Besitzer hatte Gebäude verkauft

Der ehemalige Besitzer, ein Immobilienmarkler, hatte noch vor kurzem gegenüber der Redaktion erklärt, dass er das Gebäude verkauf habe.

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