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Helldörfer beichtet Beziehung zu 17-jähriger Messdienerin

Fehltritt

ERGSTE Der Priester und die 17-jährige Messdienerin! Wie ein Lauffeuer verbreitete sich der Fehltritt des früheren Pastors Rüdiger Helldörfer – zuletzt in Wilnsdorf tätig – in der St.-Monika-Gemeinde.

von Von Reinhard Schmitz

, 30.03.2010 / Lesedauer: 2 min
Helldörfer beichtet Beziehung zu 17-jähriger Messdienerin

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich der Fehltritt des früheren Pastors Rüdiger Helldörfer.

Eine „intime Beziehung zu einer Frau“ hatte der 45-Jährige dem Generalvikar des Erzbistums Paderborn und seinem Personalchef in einem Gespräch am 15. März gebeichtet. „Daraufhin ist er von seinen Aufgaben entbunden worden“, so Bistumssprecher Thomas Thrönle. „Das ist für mich nicht überraschend“, kommentierte Bernhard Vickermann. Nahezu täglich war der langjährige Kirchenvorstand und Kirchbauwerks-Vorsitzende im Pfarrhaus ein- und ausgegangen, wo Helldörfer von 1997 bis 2004 wohnte, bevor der Seelsorger mit dem schicken Sport-Cabrio ins Siegerland versetzt wurde.

Sein Fall wurde vom Bistum nach Rom gemeldet, wie Thrönle berichtet. Dies entspreche den Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz, wenn die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen hat. Dort hatte sich Helldörfer – so bestätigt der Siegener Oberstaatsanwalt Johannes Daheim – auf Anraten des Bistums selbst angezeigt. Die junge Frau oder ihre Eltern hätten keine Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft prüft deshalb von Amts einen möglichen „sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen“. Die Frage sei, ob der Fall überhaupt strafbar sein könne, erklärt Daheim. Vor allem müsse untersucht werden, ob ein „Abhängigkeitsverhältnis“ vorgelegen habe.

Seinen Namen hatte Helldörfer übrigens selbst in die Öffentlichkeit gebracht, als er von der Kanzel aus einen Abschiedsbrief an seine Wilnsdorfer Gemeinde verlesen ließ. „Mir wird immer deutlicher, welche Schuld ich auf mich genommen habe“, bittet der Priester um Verzeihung und um Gebet. Und beendete die Spekulationen, als sein Haus plötzlich leer geräumt war. „Es ist gut, dass er das so gemacht hat“, erklärt sein Leitender Pfarrer Hans-Rudolf Pietzonka, dessen Amt als Chef des Pastoralverbunds südliches Siegerland Helldörfer eigentlich im Spätsommer übernehmen sollte. Jetzt prüft er bei einer Auszeit – vermutlich in einem Kloster – ob er noch Priester bleiben kann. 

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