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Hunderte folgten Einladung der neuen Bürgerstiftung

Picknick im Bährensgarten

SCHWERTE Traurig sah am Abend nur der Ochse aus. Ein armseliges Gerippe blieb von dem 291-kg-Braten, den glückliche Besucher beim Picknick im Bährensgarten verspeist hatten.

von Von Reinhard Schmitz

, 14.06.2009
Hunderte folgten Einladung der neuen Bürgerstiftung

Der 2000 qm große Garten des Bährenshauses öffnete sich beim Picknick der Bürgerstiftung für die Besucher.

Mit schmachtenden Blicken hatten schon am Morgen die vorbeikommenden Busfahrer ihre Köpfe nach dem knusprigen Spießbraten umgedreht, den Radovan Lazic in aller Herrgottsfrühe am Eingang zum Marktplatz angefeuert hatte.     Mittags lockte der mobile Holzkohlengrill dann mit seinen Rauchzeichen vom Bährenshaus – als hätte das erste Stiftungsfest der neuen Bürgerstiftung für Schwerte weiterer Werbung bedurft.

Denn wer wollte sich die seltene Gelegenheit entgehen lassen, in lauer Sommerluft durch den Garten des legendären Hofrats zu flanieren. Einen roten Teppich rollten die heutigen Besitzer, Sabine und Theo Spanke, für ihre Gäste bis in die Kötterbachstraße aus. „Wir haben Gottseidank keinen englischen Rasen, sondern eher eine Wiese“, lachte der Mediziner über die gut und gerne 1500 Füße, die im Laufe des Tages über die Halme und um die blühenden Margeritenbüsche und Pfingstrosen trampelten. Auf langen Bierzeltbänken oder an Stehtischen –  in der grünen 2000-qm-Oase im Herz der Altstadt fand jeder sein lauschiges Plätzchen. Auch Ex-Stadtdirektor Ernst D. Schmerbeck genoss die besondere Atmosphäre. Mit jedem Zug am Zigarillo war die Enttäuschung mehr weggblasen, dass sich sein Plan einst zerschlagen hatte, das Bährenshaus für Schwerte zu erwerben. „Die Stadt hätte es längst wieder verkauft“, ahnte er angesichts der leeren Kassen im Rathaus.

Ähnliche Geldsorgen der Schwerter Tafel konnte das Fest zumindest schmälern. Den Erlös von 400 Portionen Grill-Ochse, den 40 Blechen Kuchen und dem Getränkeverkauf wollte die Bürgerstiftung der Einrichtung spenden. „Es haben alle erkannt, dass es den Bürgern zugute kommt“, freute sich Kuratoriumsmitglied Christoph Krane über die breite Unterstützung aus der Geschäftswelt. Sein Licht für die gute Sache leuchten ließ auch Jörg Rost. In der Dämmerung verzauberte seine Illumination Bährenshaus und -garten. So hätte es der Hofrat wohl gern selbst mal erlebt. 

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