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Jürgen Dürhagen renoviert die alte Jugendherberge Bürenbruch

Kindheitstraum

ERGSTE Hier ein Gästezimmer, da ein Diskoraum, dort eine kleine Teeküche. Aus Jürgen Dürhagens Augen leuchtet die Fantasie, wenn er die Türen seiner Jugendherberge Bürenbruch aufschlägt. Zu einer Art Jugendbegegnungsstätte möchte er das Gemäuer tief im Wald wieder herausputzen, das nach jahrelangem Leerstand noch eher an eine Ruine erinnert.

von Von Reinhard Schmitz

, 07.10.2009 / Lesedauer: 2 min
Jürgen Dürhagen renoviert die alte Jugendherberge Bürenbruch

Einen Traum möchte sich Jürgen Dürhagen mit der Jugendherberge Bürenbruch samt umgebenden Park erfüllen.

Der 57-Jährige weiß, auf welches Abenteuer er sich mit Ehefrau Gundula (55) einlässt: „In Breckerfeld haben wir einen 300 Jahre alten Bauernhof gekauft.“ Damals in ähnlichem Zustand und genauso einsam. Der nächste Nachbar wohnt in anderthalb Kilometern Luftlinie.

„Es sah grausam aus“, ließ sich Dürhagen deshalb nicht abschrecken, als er vor zwei Jahren zum ersten Mal durch wild wucherndes Gras zu der alten Jugendherberge stapfte. Ein Freund hatte ihn auf das Schnäppchen aufmerksam gemacht. Startgebot für das Haus samt viereinhalb Hektar Land: 30.000 Euro. Der Breckerfelder setzte mehr. Als er gar nicht mehr mit dem Zuschlag rechnete, rief das Jugendherbergswerk an: „Herzlichen Glückwunsch.“ Gelände freischneiden, Fenster reparieren, Türen sichern waren die ersten Aufgaben. Hinter Müllbergen gab das Gemäuer dafür einen Hauch seiner Geschichte preis. Wandzeichnungen, Gemeinschaftsduschen und die Trennwand, die Jungen- und Mädchentrakt isolierte. Sogar eine Sauna zeigte sich: „Die funktioniert sogar noch.“

Weil auch Strom und Wasseranschluss tadellos sind, konnten Dürhagens Kinder das Waldhaus schon einmal für eine Silvesterfete testen. Für den Start der Renovierung muss allerdings noch das O.K. der Bauordnung abgewartet werden. Die Pläne, samt neuer Abwasserleitung zum Michaelisweg, sind bereits eingereicht. „Wenn man keine Träume mehr hat, kann man doch gleich gehen“, lacht der Inhaber einer kleinen Handwerksfirma, die auf Altbausanierung spezialisiert ist. Durch seinen Kopf spuken noch viele. Wie das Bild von den Gästen, die sich beim Kaffee vor der Jugendherberge in der Sonne aalen, umgeben von einem natürlichen Park. Die ersten Rhododendren und Fette Hennen sind schon in die Wildnis gepflanzt. 

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