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Nestschaukel bleibt hängen

SCHWERTE Die Nestschaukel bleibt auf dem Spielplatz am Spaemannshof. Mit der Mehrheit von CDU, SPD, Grünen und FDP hob der Beschwerdeausschuss seinen Beschluss auf, das Gerät durch eine einfache Brettschaukel zu ersetzen.

von Von Reinhard Schmitz

, 22.11.2007
Nestschaukel bleibt hängen

Auf Transparenten redeten die Kindern den Politikern noch einmal ins Gewissen, ihnen die Nestschaukel zu lassen.

Er folgte damit einem Antrag der Sozialdemokraten, die von Gegnern zu Befürwortern der Nestschaukel geworden waren. „Etwas übereilt“ – so räumte Dirk Kienitz „ein stückweit selbstkritisch“ ein – sei der Abbau-Beschluss vor vier Wochen gefasst worden. Außerdem habe er die familienpolitische Bedeutung falsch eingeschätzt: „Ein solches Signal darf man nicht setzen.“

Absoluter Standard

„Wir begrüßen den SPD-Antrag“, erklärte Ulrich Stirnberg (CDU). Unter dem Beifall zahlreicher Kinder und Eltern, die von der Zuhörerempore aus die Debatte verfolgten, verteidigte er die Nestschaukel als hochwertiges und absolut rechtmäßiges Spielgerät. „Fakt ist, dass sie heute absoluter Standard ist“, so Stirnberg: „Wir leben nicht mehr 1955.“ Gleichzeitig betonte Stirnberg die Rechtmäßigkeit des Spielplatzes, der im Bebauungsplan richtig ausgewiesen gewesen sei. „Der Spielplatz war immer in den Plänen“, wusste auch Wolfgang Schilken (FDP): „Man sollte sich immer vorher sachkundig machen.“

Rücksicht nehmen

Unbeirrt bei ihrer ablehnenden Haltung blieben dagegen die fraktionslose Ilona Blank und SCD-Mitglied Sascha Ortmann. „Das war für mich ein optimaler Kompromiss“, sagte Ortmann. Eine Meinung, die Ilona Blank teilte: „Ich bedauere den Beschluss keineswegs.“ Einen Rückzieher werde sie deshalb nicht machen. Außerdem müssten Kinder auch lernen, auf Nachbarn Rücksicht zu nehmen. „Kinder, die spielen, sind etwas Schönes, kein Lärm und keine Belästigung“, hielt Ausschuss-Vorsitzender Rupert Filthaus (Grüne) dagegen. Von Architekt Marco Tröger ließ er noch einmal die Möglichkeiten einer Verlegung der Nestschaukel ausloten. Angesichts des kleinen Geländes – so war zu erfahren – habe dies aber „faktisch keine Auswirkung auf den Lärmeinfluss.“

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