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"Snappen" soll Berührungsängste abbauen

Integrativen Spielgruppe

Viele Köche verderben den Brei? Nicht hier. In der integrativen Spielgruppe "Snappen" ist Gemeinschaft gewollt, Zusammenarbeit gewünscht. Das Fördern und Fordern ist ganz wichtig.

SCHWERTE

von Von Tobias Nordmann

, 28.06.2011

Die Spielgruppe hat sich vor zwei Jahren auf Initiative von Stefanie Krüger-Peter gegründet. Sie selbst ist Mutter von einem Jungen mit geistiger Behinderung. Ihr Antrieb war und ist die Inklusion. „In den Kindergärten funktioniert das ganz gut, in der Schule lässt das aber schon deutlich nach“, erklärt sie. Um dem entgegen zu wirken, hat sich die Gruppe gegründet. Die Idee: Kinder mit und ohne Behinderung zusammen bringen, sie miteinander spielen lassen und dabei auch mögliche Berührungsängste im frühen Alter abzubauen. Das funktioniert über das Spielen am besten.

Für die Kinder mit Behinderung bietet die Spielgruppe eine willkommene Abwechslung im Alltag. Sie erleben die Gemeinschaft, lernen sich durchzusetzen, aber auch anzupassen. Dadurch werden sie gefördert. Aber auch die Eltern sollen etwas von dieser zweimal wöchentlich stattfindenden Spielgruppe haben. „Väter und Mütter können sich mal Zeit für sich nehmen“, sagt Stefanie Krüger-Peter. Gemeinsam mit Erzieherinnen des Familien unterstützenden Dienstes (FuD) des Netzwerks Diakonie leitet sie die Gruppe, organisiert die Aktivitäten.

„Kochen und Backen stehen bei den Kindern hoch im Kurs“, erzählt Diplom-Sozialarbeiterin Tanja Justus vom FuD. „Aber natürlich sind wir auch gerne draußen unterwegs.“ Dabei wollen nicht immer alle das Gleiche tun. Auch darauf nehmen die Betreuerinnen Rücksicht. Wer nicht toben will, lässt sich etwas vorlesen. Wer nicht zuhören möchte, spielt Gesellschaftsspiele. Wichtig ist vor allem die Beschäftigung, am besten in der Gemeinschaft. Das Konzept der Spielgruppe geht auf, aber es gibt auch Probleme. „Wir würden uns über ein paar mehr nicht-behinderte Kinder freuen“, sagt Stefanie Krüger-Peter. „Snappen“ will sich deshalb auf Veranstaltungen oder in Musik- und Malschulen präsentieren. „Wir sind für Interessierte offen.“   

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