Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Zahl der Klienten in zehn Jahren verdoppelt

Drogenberatung Schwerte

In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Klientenzahlen der Drogenberatung Schwerte mehr als verdoppelt. Über 150 Fälle verzeichnet die Statistik für das vergangene Jahr. Neben jungen Erwachsenen sind vor allem Senioren zunehmend betroffen.

SCHWERTE

von Von Heiko Mühlbauer und Anne Petersohn

, 15.02.2012
Zahl der Klienten in zehn Jahren verdoppelt

Weiche Drogen wie Cannabis haben sich in den vergangenen Jahren zu einer Alltagserfahrung für junge Erwachsene entwickelt, da sie auch leicht zu erwerben sind.

Hinter jeder der Zahlen liegt eine Geschichte. Meist sind es Probleme mit Opiaten, die überwiegend Männer in die Drogenberatungsstelle treiben. Aber auch der Cannabiskonsum ist ein ernstes Thema in der Ruhrstadt. Kokain, Stimulanzien und Halluzinogene spielten in der Beratung vor Ort kaum ein Rolle.Dabei gibt es nach Angaben von Drogenberater André Palm zwei Hauptaltersgruppen, die in sein Büro an der Kötterbachstraße kommen. Entweder sind die Menschen zwischen 18 und 25 Jahren oder zwischen 31 und 40 Jahren alt. Gut ein Drittel der Klienten meldeten sich selber bei der Drogenberatung an.

Ein weiteres Drittel wurde vom Arzt oder Psychotherapeuten zur Beratung geschickt. Auch Familien, Jugendamt und Arbeitgeber waren Anlass für Menschen, die Beratungsstelle aufzusuchen. Demzufolge ist auch die Familie ein wichtiger Kooperationspartner für Palm. In drei Viertel aller Fälle führe der Weg vom Alkohol zu so genannten weichen Drogen wie Cannabis. Deren Konsum sei für viele Jugendliche zu einer „Alltagserfahrung“ geworden. „Diese Drogen sind leicht verfügbar und werden zunehmend akzeptiert“, so Klöpper. Senioren greifen zu

Und auch bei Menschen über 45 verzeichnet die Drogenberatung einen deutlichen Anstieg der Fallzahlen. "Es gibt  Senioren, die im Alter plötzlich zu Alkohol und Medikamenten greifen“, sagt Gerd Klöpper. Das liege wohl auch daran, dass immer mehr Menschen von Altersarmut und bedrückenden Lebensumständen betroffen seien.

Lesen Sie jetzt