Schwerter Mondkind wird 50

19.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Vor 50 Jahren betrat das erste Mal in der Geschichte ein Mensch den Mond. Damals war das der Amerikaner Neil Armstrong, nach deutscher Zeit um 3:56 Uhr am 21. Juli 1969. Kaum 13 Stunden später, um 15.35 Uhr, erblickte Kerstin Weber, das Schwerter „Mondkind“, im heutigen Marienkrankenhaus an der Schützenstraße, das Licht der Welt. Ihre Mutter sagt, dass sie den Moment der Landung trotz anstehender Geburt mitverfolgen konnte. „Ich hatte solche Wehen“, erzählt die heute 75-Jährige. Ständig rannte sie hin und her, konnte aber zwischendurch das ganze Geschehen der Mondmission auf einem Fernseher sehen. Als die kleine Kerstin dann da war, war der Trubel groß auf der Entbindungsstation. Reporter boten den frisch gebackenen Eltern sogar 1000 Mark an, falls sie das Kind „Luna“ tauften, das bedeutet Mond auf italienisch. „Das war verdammt viel Geld damals“, erzählt Kerstins Vater Erich: „Aber meine Frau war strikt dagegen.“ Später ärgerte sie sich: „Ich hätte ihr auch zwei Namen geben können. Dann hätte sie schon mal 1000 Mark auf dem Sparbuch gehabt.“ Kerstin Weber verbindet mit dem Mond heute übrigens nicht viel: Sie betreibt ein Diner in Hagen und schläft höchstens bei Vollmond mal schlecht. lino