Schwerter röstet Kaffee selbst

06.05.2019, 18:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schwerter röstet Kaffee selbst

Nils Pröpper röstet den crackpotcoffee in Schwerte-Ergste. kierstein © Aileen Kierstein

Den berühmten Senf aus Schwerte kennen hier schon viele Menschen. Auch Honig und zum Beispiel Apfelsaft wird hier in der Stadt hergestellt. Aber jetzt gibt es auch Schwerter Kaffee - dank eines einzelnen Mannes.

Der Ergster Nils Pröpper hat nämlich schon immer gerne Kaffee getrunken und irgendwann angefangen, die Kaffeebohnen selbst in seinem Keller zu rösten. Dafür hat er sich sogar eine eigene Röstmaschine gekauft. Die Kaffeebohnen bestellt er aus Südamerika, Asien und Afrika. Üblicherweise müssen die Bohnen dann noch geröstet werden, damit später Kaffee aus ihnen entstehen kann. Das heißt, sie werden stark erhitzt, um ihnen Feuchtigkeit zu entziehen und den Geschmack zu verändern. Dann werden die Bohnen gemahlen und mit heißem Wasser aufgegossen. So entsteht das bei Erwachsenen sehr beliebte Heißgetränk.

In diesen Prozess kann Nils Pröpper auch andere Geschmackssorten einfließen lassen. So nimmt er beispielsweise Vanille oder Lavendel und röstet es zusammen mit den Bohnen. Dadurch bekommt der Kaffee hinterher ein tolles Aroma.

Mittlerweile hat der Mann aus Ergste schon ein kleines Geschäft aus seinem Kaffee entwickelt. Er verpackt die fertig gerösteten Bohnen in kleine Beutel - entweder gemahlen oder ungemahlen - und verkauft den sogenannten „crackpottcoffee“ mit den dazugehörigen Kaffeebechern über seine Website.

Auch das neu eröffnete Café Note in Ergste verkauft den Schwerter Kaffee schon. Für seine Heimatstadt hat Nils Pröpper sogar eine eigene Kaffeesorte entwickelt: das Ergster Ruhrgold. Aileen Kierstein