Schwester findet ihren ertrunkenen Bruder im Rhein

Starke Strömungen

Immer wieder wird der Rhein zur tödlichen Falle - obwohl Polizei und DLRG regelmäßig vor dem Baden in dem Fluss warnen. Vor wenigen Tagen waren wieder zwei Männer untergegangen und galten seitdem als vermisst. Nun wurden ihre Leichen gefunden.

KÖLN

16.09.2016, 17:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Äste liegen am 16.03.2014 am Rheinufer im Stadtteil Stammheim in Köln (Nordrhein-Westfalen). Ein sechsjähriges Mädchen ist an dieser Stelle am Samstag im Fluss ertrunken. Ein Jogger, der hinterher sprang um das Kind zu retten, verschwand in der Strömung und blieb trotz zweistündiger Suche mit Rettungsbooten und Hubschraubern im Rhein verschwunden.

Äste liegen am 16.03.2014 am Rheinufer im Stadtteil Stammheim in Köln (Nordrhein-Westfalen). Ein sechsjähriges Mädchen ist an dieser Stelle am Samstag im Fluss ertrunken. Ein Jogger, der hinterher sprang um das Kind zu retten, verschwand in der Strömung und blieb trotz zweistündiger Suche mit Rettungsbooten und Hubschraubern im Rhein verschwunden.

Mindestens zwei Menschen sind in den vergangenen Tagen in Nordrhein-Westfalen im Rhein ertrunken. Besonders tragisch: Eine Frau entdeckte bei Niederkassel die im Wasser treibende Leiche ihres Bruders, wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte.

Der 46 Jahre alte Mann war am Dienstag in den Fluss gesprungen und nicht wieder aufgetaucht. Eine mehrstündige Suchaktion von Rettungskräften blieb ohne Erfolg. Am Donnerstag sei die Schwester des Vermissten noch einmal zu der Stelle am Ufer gegangen, an der ihr Bruder zuletzt gesehen wurde - als sie seine Leiche plötzlich im Wasser treiben sah. Die Leiche wurde von der Feuerwehr geborgen.

Mann ertrinkt beim Baden

Auch im Fall eines Mannes, der am Dienstag im Rhein bei Köln-Rodenkirchen unterging, war jede Hoffnung vergebens. Der 22-Jährige sei jetzt bei Wesel tot im Wasser gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Ein zweiter Mann, der mit ihm baden gegangen und ebenfalls in Not geraten war, hatte Glück: Er wurde von einem Passanten gerettet.

Die Polizei und die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) warnen immer wieder vor dem Baden im Rhein, weil die starke Strömung auch gute Schwimmer wegreißen kann. Insgesamt sind in NRW seit Jahresbeginn nach Angaben der DLRG bereits mehr als 60 Menschen ertrunken.