Schwimmbad in der Stadtgalerie wird nicht wieder eröffnen

"Wirtschaftliche Gründe"

Wie groß der Schaden durch den Rohrbruch im Stadtbad ist, bleibt weiterhin unklar. Doch inzwischen haben sich Betreiber und Eigentümer unabhängig davon entschlossen: Das Schwimmbad bleibt zu. Es fehlt das Geld.

BOCHUM

von Von Benedikt Reichel

, 08.10.2012, 10:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schwimmbad in der Stadtgalerie wird nicht wieder eröffnen

Das Stadtbad wird nicht wieder eröffnet.

76.000 Euro habe die Stadt überwiesen, so der Betreiber. Das reiche nicht. Es müssten morgens alle Bahnen durch Schulen belegt werden, damit das Bad weiter betrieben werden könne. „Schulsport ist eines der wichtigsten Standbeine“, sagt Majewsiki. Volle Auslastung und damit circa 120.000 Euro mehr von der Stadt, rechnet er vor, mit dieser Summe könnte er das Bad am Laufen halten. So aber müsse er den Vertrag, der bis Ende des Jahres gilt, auslaufen lassen. Das Aus des Stadtbades ist besiegelt. „Wir sind nicht in der Lage, das Bad so zu subventionieren“, sagt Stadtsprecher Thomas Sprenger. Man sei bereit, den bestehenden Vertrag weiterzuführen. „Alles andere jedoch geht zulasten der Lehrschwimmbecken und der anderen Bäder“, so Sprenger.

Kein neuer Vertrag, keine Zukunft. Somit sei es im Interesse aller, „die seit dem Schadensfall bestehende Zwangsschließung beizubehalten“, so ein Sprecher der DIC, dem Eigentümer der Stadtbadgalerie samt Schwimmhalle. Und während Xaver Majewski insgeheim hoffte, sein Bad nach der Sanierung vielleicht im Dezember noch für ein paar Tage öffnen zu können, teilt der DIC-Sprecher mit: „Es werden keine grundsätzlichen Investitionen getätigt.“ Heißt: Die notwendige Erneuerung der Technik des Bades, die durch den Rohrbruch im Juli (RN berichten) erheblich beschädigt wurde, bleibt aus. „Die Investitionen sind so hoch, dass es sich wirtschaftlich nicht rechnet“, betont der Sprecher des Eigentümers. Er wird grundsätzlich: „Die gesamte Stadtbadgalerie läuft ja nicht richtig.“ Die DIC werde in den nächsten Monaten ein Alternativ-Konzept erarbeiten und sich darin überlegen, was mit dem Schwimmbad geschehen könne. Es wird wohl auf eine Nutzung im Trockenen hinauslaufen. Das Stadtbad ist im Schnitt von etwas mehr als 100.000 Menschen im Jahr besucht worden.