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Schwimmverein Derne schreibt seit 60 Jahren Erfolgsgeschichte

DERNE Klaus Henter weiß noch genau, wie alles begann. Als 1949 der Schwimmverein (SV) Derne gegründet wurde, war kurz zuvor ein Kind in Gummersbach ertrunken. „Das darf bei uns nicht passieren“, waren sich die Derner einig.

von Von Philipp Piasetzki

, 19.03.2009
Schwimmverein Derne schreibt seit 60 Jahren Erfolgsgeschichte

Sind stolz auf das Hallenbad »Die Welle« mitten im Scharnhorster Einkaufszentrum (eks), das seit 2003 dem SV Derne gehört: Vorsitzender Klaus Henter und Badleiterin Tanja Will.

Was in den darauf folgenden sechzig Jahren passierte, ist ohne Zweifel eine Erfolgsgeschichte. Was einst als kleine Gemeinschaft im Freibad Derne begann, ist heute ein Verein mit rund 1500 Mitgliedern, mehreren Sportangeboten und zwei eigenen Bädern. Dass es jedoch nicht immer leicht war, daran erinnert sich Klaus Henter: „Um ein ganzjähriges Schwimmen zu gewährleisten, war wirklich eine logistische Meisterleistung von Nöten. So trainierten wir erst im Nordbad, später im Südbad und vor der Errichtung des Hallendbads in Scharnhorst 1986 sogar im Evinger Bad“, erzählt Henter.

Den das Freibad Derne blieb in den Wintermonaten geschlossen. „Um das zu schaffen, haben wir sogar eine eigene Buslinie eingerichtet, und unsere Mitglieder im wahrsten Sinne des Wortes zu Hause eingesammelt. So stressig sie auch waren – durch diese Aktionen haben wir den Zusammenhalt gestärkt und neue Mitglieder gewonnen“, so Henter, der seit 29 Vorsitzender ist. Er übernahm damals das Amt von seinem Vater August, der den Verein 24 Jahre lang leitete. Vieles änderte sich mit dem Bau des Scharnhorster Hallenbades. Endlich, so schien es, hatte der SVD eine Heimat gefunden.

Doch mit der Bäderdiskussion um die Jahrtausendwende war auch diese nach nur knapp 15 Jahren bereits wieder bedroht. „Wir standen vor der Wahl, das Hallenbad untergehen zu lassen, oder selbst aktiv zu werden“, lässt Henter die Ereignisse Revue passieren.Und der SV Derne entschied sich für eine Lösung, die bereits 1990 beim Heimatbad in Derne funktionierte: Das Bad wurde übernommen. „Ich denke, wir haben als großer Verein auch eine soziale Verantwortung“, ist der Vorsitzende überzeugt. In Ahnlehnung an den Partnerverein in Drachten (Niederlande) „De Welle“ wurde das Bad „Die Welle“ getauft, und erfreut sich seit der Übernahme 2003 großer Beliebtheit. Fünf Schulen erteilen hier den Schwimmunterricht, und die insgesamt 57 lizensierten Übungsleiter sorgen für eine breite Pallette an Schwimmangeboten.

Vielleicht klappt es dann auch bald wieder mit den internationalen Erfolgen vergangener Tage. Wie beispielsweise im Jahr 1988, als Frank Henter vom Schwimmverein Derne – der Sohn des heutigen Vorsitzenden – Europarekord schwamm und den siebten Platz über fünfzig Meter Freistil bei den Olympischen Spielen in Seoul belegte.  

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