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Sechs Tipps fürs richtige Heizen mit Holz

rnKaminofen

Kaminöfen sind seit Jahren ein Renner. Rund sechs Millionen gibt es in Deutschland. Die meisten Schadstoffe stoßen Kaminöfen aus, weil sie nicht richtig bedient werden. Das muss nicht sein.

Dortmund

, 19.11.2018 / Lesedauer: 3 min

Daher hier die sechs wichtigsten Tipps, um möglichst ökonomisch mit dem Brennstoff umzugehen und zugleich möglichst wenig Schadstoffe zu produzieren:

  • 1. Der Kamin muss die richtige Größe haben. Wer Zweifel hat, ob sein Kaminbauer in diesem Punkt richtig berät, sollte den Schornsteinfeger fragen.
  • 2. Das Brennholz muss naturbelassen und trocken sein. Es darf höchstens einen Feuchtegehalt von 25 Prozent haben. Das entspricht einem Wassergehalt von etwa 20 Prozent. Optimal ist ein Feuchtegehalt zwischen 15 und 20 Prozent. Das lässt sich mit mobilen Messgeräten ermitteln, die bereits ab etwa 10 Euro im Handel oder übers Internet zu haben sind.
  • 3. Frisch eingeschlagenes Holz sollte rasch gespalten, dann abgedeckt, aber gut durchlüftet gelagert werden. Als Faustregel gilt: Je dichter eine Holzart ist, desto länger die Trocknungszeit. Während Nadel- oder Birkenholz in der Regel nach zwei Jahren trocken genug für den Ofen ist, sollten Eiche oder Buche ein Jahr längern trocknen.
    Brennholz


    WAS KOSTET EIGENTLICH Kaminholz?

    Der Preisvergleich beim Brennholz ist knifflig. Ein Festmeter bezeichnet ein Kubikmeter Holz ohne Zwischenräume. Unter einem Raummeter versteht man einen Kubikmeter geschichtetes Scheitholz, wobei die Zwischenräume mitgerechnet werden. Bei Schüttholz wird das gespaltene Holz nicht sorgfältig geschichtet, sondern lose geschüttet. Unterm Strich bekommt man hier pro Kubikmeter im Vergleich zu den anderen Maßeinheiten das wenigste Holz. Außerdem sollte man wissen, dass ungespaltenes Holz mehr Zwischenräume produziert als gespaltenes. Zudem nimmt die Holzmenge pro Kubikmeter ab, je größer die Scheite sind
  • 4. Beim Anheizen werden die meisten Fehler durch das Anzünden „von unten“ gemacht. Das Anzünden „von oben“ ist der bessere Weg. Dazu legt man zwei Scheite Holz quer in den Ofen. Darauf kommt der Kaminanzünder. Die Späne des Anzündholzes werden wie ein Indianerzelt darüber gebaut. Die kleinen Späne werden zuerst entfacht und sorgen für schnelle Wärme, die großen Holzscheite brennen von oben langsam und gleichmäßig ab. Beim Anzünden benötigt der Ofen viel Sauerstoff, die Luftzufuhr sollte auf Maximum stehen. Sobald die Flammen alle Holzscheite entzündet haben, kann die Luftzufuhr gedrosselt werden. Nachgelegt wird, wenn das Holz zur Glut heruntergebrannt ist und nur noch kleine Flammen zu sehen sind. Die Spaltkante kommt dabei nach unten auf die Glut.
  • 5. Der Kamin darf keineswegs zu voll gestopft werden, sonst verbrennt das Holz nicht richtig.
  • 6. Auf einen häufigen Fehler weist Klaus Egly, Vorsitzender des Bundesverbandes Brennholzhandel/ Brennholzproduktion, hin: „80 Prozent der Kaminofenbetreiber fahren abends die Sauerstoffzufuhr so weit runter, dass das Holz nicht richtig verbrennt, sondern vor sich hin glimmt. Das erzeugt eine Unmenge unnötiger Schadstoffe, verrußt den Ofen, ohne dass richtig Wärme abgegeben wird. Besser ist es, abends noch einmal richtig durchzuheizen.“