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Seine Leidenschaft gilt der Heimatpflege

SELM Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes und war Vorsitzender des Selmer Heimatvereins. Ludwig Heitmann blickt auf ein bewegtes Leben zurück. Heute vollendet er sein 90. Lebensjahr.

von Von Matthias Münch

, 07.11.2007
Seine Leidenschaft gilt der Heimatpflege

Ludwig Heitmann mit seiner Urkunde zum Bundesverdienstkreuz.

Am 7. November 1917 wurde Ludwig Heitmann in Selm geboren. Hier besuchte er die Volksschule und bis 1932 die Rektoratsschule. Seine kaufmännische Ausbildung beendete er dann in Dortmund.

Als Soldat erlebte er den zweiten Weltkrieg ab April 1938 und war an allen Hauptschauplätzen eingesetzt: Polen, Frankreich, Russland und am Ende Italien. Dort geriet es in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Den gesamten Krieg überstand er unverletzt und hatte auch am Ende noch einmal Glück. Denn aus der Gefangenschaft, zuletzt in Nürnberg, konnte er ebenfalls unversehrt fliehen und war im Januar 1946 wieder in seiner Heimatstadt Selm.

30 Jahre Schuhgeschäft an der Kreisstraße

Bis 1952 war Ludwig Heitmann in der elterlichen Schuhmacher-Werkstatt an der Südkirchener Straße tätig. Dann machte er sich selbstständig und führte 30 Jahre lang sein eigenes Schuhgeschäft an der Kreisstraße. Außerdem unterrichtete er von 1965 bis 1982 an der Handelsschule in Dortmund.

Der heutige Jubilar war zweimal verheiratet. Seine beiden Ehefrauen sind leider verstorben. Er hat einen Sohn, eine Tochter und drei Enkelkinder. In seiner Jugendzeit spielte er Fußball, sogar in der ersten Mannschaft. Außerdem ist er Mitglied im Schützenverein Ondrup-Westerfelde und bei den Bürgerschützen Selm-Beifang.

Er weiß viel über die Selmer Geschichte zu erzählen

Seine eigentliche große Leidenschaft aber galt und gilt der Heimatpflege. Von 1986 bis 1998 war er sieben Jahre lang erster und fünf Jahre lang zweiter Vorsitzender des Selmer Heimatverein.

Noch heute wird Heitmann von jüngeren Selmern oft über die Selmer Geschichte befragt und weiß viel zu erzählen. Für seine Verdienste um die Heimatpflege verlieh ihm der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker 1993 das Bundesverdienstkreuz.

Für den Selmer Weihnachtsmarkt schrieb Ludwig Heitmann das Krippenspiel "Maria und Josef auf der Herbergssuche". Es wurde bereits 40 Mal auf dem Marktplatz aufgeführt.

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