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"Selm ist weder über- noch unterversorgt"

SELM 13 Hausärzte praktizieren in Selm. Genauso viele, wie es laut Messzahl der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen Lippe (KVWL) sein sollten. "Selm ist weder über- noch unterversorgt", bestätigt Dr. Klaus Steenbock, der eine Praxis an der Ludgeristraße betreibt.

von Von Kevin Kohues

, 21.11.2007
"Selm ist weder über- noch unterversorgt"

Allgemeinmediziner Dr. Klaus Steenbock (r.) mit seiner Patientin Irmgard Schliwinski.

Von einem Ärztemangel, der laut KVWL bereits jetzt in einigen ländlichen Gebieten akut zu beobachten ist, kann in Selm, Bork und Cappenberg also keine Rede sein. Erste Alarmsignale sind allerdings auch hier erkennbar.

Nur zwei Hausärzte unter 50 Jahren

Denn von den 13 Allgemeinmedizinern sind nur zwei unter 50 Jahre alt. Zwei sind über 60, einer sogar schon über 65. Heißt im Klartext: In zehn Jahren könnte auch Selm von einem Ärztemangel betroffen sein, wenn die ausscheidenden Ärzte keine Nachfolger finden.

Damoklesschwert der Honorarkürzung

Ziel der KVWL ist es daher, den Beruf des Hausarztes wieder attraktiver zu machen (wir berichteten). So erhält Dr. Klaus Steenbock seit seiner Niederlassung in Selm vor zwölf Jahren das gleiche Honorar wie am Anfang - bei steigenden Ausgaben. "Zudem hängt das Damoklesschwert der Honorarkürzung über uns, wenn wir mehr als nur das Notwendige verordnen. Das macht die Arbeitsbedingungen nicht besonders schön", so Steenbock.

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