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Selm will 2016 wieder Vorlesehauptstadt werden

„Lesen unter Linden“

Es ist Zeit für ein neues Vorlese-Jahr: Nach dem Erfolg des Vorjahres möchte die Gruppe „Lesende Stadt“ Selm auch in diesem Jahr wieder zu einer Hochburg des Vorlesens machen. 2015 wurde sie zur aktivsten Stadt in ganz Deutschland. In diesem Jahr soll es um einen anderen Titel gehen. Die großen Aktionen stehen schon bald an.

SELM

, 13.04.2016

Die erste Aktion hat aber noch mit dem Vorjahr zu tun: Erstmal besteht nämlich Anlass zum Feiern. Die Initiative „Der bundesweite Vorlesetag“ ist am Mittwoch, 27. April, in Selm zu Gast, um einen der drei Bundessieger 2015 zu küren: Selm wurde „Aktivste Vorlesehauptstadt Deutschlands“ mit der unglaublichen Zahl von 2681 eingetragenen Lesungen – bei einer Einwohnerzahl von rund 27.000 entsprach das einer Quote von 10 Prozent.

So gut schnitt noch nie eine Stadt zuvor ab: Vorjahressieger Rain gewann mit gerade mal 2,5 Prozent. Den Titel „öffentlichkeitswirksamste Vorlesehauptstadt“ gewann Bremen, den Titel „außergewöhnlichste Vorlesehauptstadt“ Dresden. Also Selm in einer Reihe mit den großen Städten Deutschlands.

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Dazu hat die Initiative in Selm, die sich aus den Schulen, dem Trägerverein der Offenen Ganztagsschule „Ganz Selm“ und den Büchereien der Stadt zusammensetzt, in die Burg Botzlar eingeladen: Die Veranstaltung am Mittwoch, 27. April, beginnt um 16.30 Uhr im großen Saal der Burg. Bürgermeister Mario Löhr wird eine Ehrenurkunde und eine Plakette entgegen nehmen, die Musikschule sorgt für musikalische Unterhaltung und es gibt einen kleinen Imbiss.

Staffelholz-Lesung unter den Linden

Auf den Spuren von Dresden wandelt die Stadt Selm nun in diesem Jahr bei einer weiteren Vorleseaktion: Zwei Tage vor der Preisübergabe, also am 25. April, heißt es „Lesen unter Linden“. Das erklärte einer der Haupt-Organisatoren, Lothar Kirchner von Ganz Selm, nach dem Planungstreffen am Freitag, 8. April, im Gespräch mit unserer Redaktion: Es wird eine Staffelholz-Lesung geben an allen Schulen im Stadtgebiet inklusive Musikschule und Waldschule Cappenberg.

Von 9 Uhr bis 14.30 Uhr geht ein Staffelstab aus Lindenholz von einer Schule zur nächsten, und immer da, wo der Stab gerade ist, wird unter einer Linde gelesen. Linden deshalb, weil eine solche das Selmer Stadtwappen ziert.

Das Lesen selbst werden die Schulen in eigener Regie organisieren – am besten unter eine Linde in der Nähe der Schule. Es lesen Kinder in Begleitung von Lehrern Gedichte oder Geschichten, bestenfalls zum Thema Linde, ansonsten aber zum Thema Baum.

Wer liest und was gelesen wird, entscheiden die Schulen selbst. „Wir bringen den Staffelstab von einem zum nächsten Ort“, so Lothar Kirchner.

Kampf um einen neuen Titel

Neun Stationen wird es geben, los geht es an der Grundschule Auf den Äckern in Bork. Besonders freut sich der Organisator auf die Lesung der Selma-Lagerlöf-Schule an einem Wegekreuz bei Hof Hördemann in Altenbork: Dort rahmen jetzt zwei ganz junge Bäume, eine Sommer- und eine Winterlinde, ein Kreuz ein, nachdem zwei uralte Linden vor einigen Jahren vom Wind weggefegt wurden.

Und warum auf den Spuren von Dresden? Weil es für Selm diesmal um den Titel „außergewöhnlichste Vorlesehauptstadt“ gehen soll – den Dresden 2015 gewann. „Wir wollten mal was Neues probieren“, sagt Lothar Kirchner.

Was ist der Vorlesetag eigentlich?
Der Bundesweite Vorlesetag ist eine gemeinsame Initiative von der Wochenzeitung „Die Zeit“, der „Stiftung Lesen“ und der „Deutsche Bahn Stiftung“. Dieser Aktionstag für das Vorlesen findet seit 2004 jedes Jahr am dritten Freitag im November statt.
Der Vorlesetag will ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens setzen. Ziel sei, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und Kinder bereits früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt zu bringen.

 

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