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Zerfleischter Rehbock kein Einzelfall

Bereich Siebenpfennigsknapp

Regelrecht zerfleischt wurde ein Rehbock am 23. April von wildernden Hunden. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des Hotels Siebenpfennigsknapp. Revierinhaber Reinhold Schulze-Altcappenberg musste das Tier mit seiner Jagdpistole von seinen Qualen erlösen.

CAPPENBERG

von Von Matthias Münch

, 03.05.2011
Zerfleischter Rehbock kein Einzelfall

Reinhold Schulze-Altcappenberg lässt seine Hunde nicht frei in der Natur laufen. Das erwartet er auch von anderen Hundehaltern - dem Wild zuliebe.

Leider war dies kein Einzelfall, wie Reinhold Schulze-Altcappenberg aus Erfahrung weiß. Der Landwirt und Jäger berichtet von weiteren Hunde-Angriffen auf Wild:Weitere Vorfälle  

  • Ebenfalls am Samstag, 23. April, beobachtete ein Cappenberger Bauer, wie zwei große Hunde – ein heller und ein schwarzer – ein Pferd in Netteberge anfielen. Reinhold Schulze-Altcappenberg hält es für möglich, dass es die gleichen Hunde wie in seinem Revier waren. Ein Hund könne kaum alleine ein Reh erwischen.
  • Vor zwei bis drei Jahren fand Schulze-Altcappenbergs Jagdaufseher ein totes Rehkitz, das eindeutig von Hunden gerissen worden war. Da frischer Neuschnee gefallen war, verfolgte der Jagdinhaber die Blutspur bis zu einer Stelle unterhalb des Siebenpfennigsknapps, wo Abdrücke von Autoreifen zu sehen waren. Aus den Spuren im Schnee konnte er sogar den Hergang rekonstruieren. So muss der Autofahrer um seinen Wagen gegangen sein und zwei Hunde auf der Beifahrerseite heraus gelassen haben. Fünf Meter gingen die Hunde noch neben ihm, dann verschwanden sie im Busch.
  • Vor rund zwei Jahren ging ein ehemaliger Mitarbeiter Reinhold Schulze-Altcappenbergs ebenfalls im Bereich des Siebenpfennigsknapps spazieren. Plötzlich sah er, dass zwei Dobermänner aus einem Volvo sprangen und frei in die Natur liefen.

Wehrlose Jungtiere Der Cappenberger Landwirt und seine Berufskollegen erleben immer wieder solche Vorfälle. Gerade im Frühling seien sie besonders schlimm, weil Rehe und andere Wildtiere ab Mai Junge bekommen und dann besonders viel Ruhe brauchen. Zudem seien die Jungtiere total wehrlos.

 

Reinhold Schulze-Altcappenberg appelliert an alle Hundehalter, ihre Vierbeiner nicht in der freien Natur laufen zu lassen und warnt: „Laut Gesetz dürfen Jäger wildernde Hunde erschießen.“

 

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