Seltenes Bild: Ein Kakadu fährt Stadtbahn

Ungewöhnlicher Fahrgast

Da staunten die Fahrgäste der Stadtbahnlinie U43: Eine Frau hatte am Donnerstagnachmittag eine ungewöhnliche Begleitung dabei - auf ihrem Arm saß ein Kakadu. Doch darf man das überhaupt? Wir haben bei Stadtbahnbetreiber DSW21 nachgefragt.

DORTMUND

, 09.04.2015 / Lesedauer: 2 min
Seltenes Bild: Ein Kakadu fährt Stadtbahn

Dieser Kakadu wurde am Donnerstagnachmittag in einer Stadtbahn gesichtet.

Twitter-Nutzer Underdogs machte die Geschichte am Donnerstagnachmittag publik. "Es wird wärmer. Die ersten exotischen Vögel sind per U-Bahn in Dortmund eingetroffen", schrieb er beim Kurznachrichtendienst und veröffentlichte ein Bild samt Frau und Kakadu.

Das Duo sei am Donnerstagnachmittag mit der Stadtbahn U43 (Hellweg-Linie) unterwegs gewesen. Bei der Pressestelle von Stadtbahnbetreiber DSW21 sorgte diese Geschichte für Erheiterung - ein Problem sei der tierische Passagier aber nicht.

"Es darf keine Gefahr für Sicherheit und Ordnung bestehen"

"Bei Tieren ist eigentlich alles erlaubt", sagte DSW21-Sprecherin Britta Heydenbluth auf Anfrage unserer Redaktion. Trotzdem ist den Tieren in der Fahrgastverordnung ein eigener Paragraph gewidmet. Paragraph 9.3. beschäftigt sich mit tierischen Fahrgästen. "Es darf keine Gefahr für Sicherheit und Ordnung bestehen. Andere Fahrgäste dürfen sich nicht belästigt fühlen - und das Tier hat keinen Sitzplatz-Anspruch", erklärte Britta Heydenbluth. Ein eigener Fahrschein sei nicht nötig, allerdings musste der Begleiter ein gültiges Ticket haben.

Zudem haben die Mitarbeiter der DSW21 einen gewissen Ermessensspielraum. "Ein Rechtsanspruch, dass ihr Tier mitfahren darf, hat der Fahrgast jedoch nicht", so die Sprecherin. Bei den Fahrgästen der Stadtbahnlinie U43 dürfte der Kakadu gut angekommen sein, "Beschwerden liegen uns nicht vor", sagte Britta Heydenbluth.

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