Senioren bringen Tücken des Alters auf die Bühne

Theaterfest der Frauenhilfen

Alt werden ist nicht leicht in der modernen Gesellschaft. Alles wird schneller, unpersönlicher, schlichtweg anders als gewohnt. Dazu kommen dann auch noch die Beschwerden des Alters. Ein humoristisches Bild, wie Senioren mit dem Altwerden zurecht kommen können, bot "Wir spielen eine Rolle" – das Theaterfest der evangelischen Frauenhilfen.

BOCHUM

von Von Nathanael Ullmann

, 18.11.2013, 09:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Heino-Double sorgte für sehr große Begeisterung im Publikum.

Das Heino-Double sorgte für sehr große Begeisterung im Publikum.

„Wir haben vor allem mit Improvisationen gearbeitet, dann fällt das Problem des Textlernens weg“, so Stutzmann. Denn die Darstellerinnen, die am Samstag (16.11.) auf der Bühne standen, sind alle Amateure, größtenteils ohne Bühnenerfahrung und bis zu 85 Jahre alt. Das (inklusive Pause) dreistündige Stück zeigte auf eine liebevoll satirische Weise die Tücken des Altwerdens und Wege aus den alltäglichen Problemen. So wurden Themen wie das ewige Warten auf den Bus, die viel zu kleinen Umkleidekabinen oder unfreundliches Pflegepersonal aufgegriffen.

Auch für lustige Momente wie die Dame, die ihren Lebensabend auf einem Kreuzfahrtschiff zubringt, weil das günstiger als das Altenheim ist, oder die Geschichte um einen neuen Partner blieb Platz. Besonders gut kamen beim Publikum die Playback-Gesangspassagen an. Zusätzlich zum Stück wurde auch die „bittere Pille 2013“ für besondere Senioren-Unfreundlichkeit verliehen. Den zweiten Platz belegte durch Publikumsbescheid die Bogestra wegen ihres umständlichen Ausstiegs. „Sieger“ wurde die Deutsche Bahn, die auf Automaten statt auf Menschen setzt. „Durch dieses Theaterfest soll Senioren gezeigt werden, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind. Ich glaube, das ist gelungen, also ein voller Erfolg“, so Eva-Maria Ranft.

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