Serras Kunstwerk "Terminal" von Graffiti befreit

Neuenthüllung in Bochum

Bis morgens um 2 Uhr wurde an den zwölf Meter hohen Stahlplatten des Bochumer "Terminals" noch gearbeitet. Am Samstagmorgen fiel den Liebhabern der umstrittenen Skulptur im öffentlichen Raum dann ein Stein vom Herzen.

BOCHUM

, 27.04.2014, 14:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der frisch sandgestrahlte Terminal.

Der frisch sandgestrahlte Terminal.

Die Restauratoren hatten nicht die Rostschicht, sondern tatsächlich nur Graffiti und anderen Beschriftungen entfernt.Enger Kontakt mit Serra

Eine Arbeitsgruppe des Netzwerks Ruhrkunstmuseen hatte Richard Serras Skulptur für das Restaurierungs-Projekt Neuenthüllungen ausgewählt. Restaurator Martin Kaufmann stand dafür in engem Kontakt mit dem berühmten amerikanischen Bildhauer Serra selbst. "Er möchte, dass seine Werke so gleichmäßig wie möglich korrodieren", erklärte der Restaurator, "Graffiti fungieren allerdings wie eine Schutzschicht auf dem Stahl."Grober Sandstrahl Während der gesamten Osterferien war Kaufmann mit vier Mitarbeitern im Dauereinsatz, um die Farb- und Schmutzschichten mit einem groben Sandstrahl zu entfernen: "Er raut das Material auf und begünstigt die Korrosion."

Mit der Restauration wollen die Ruhrkunstmuseen den Blick auf Werke im öffentlichen Raum lenken, die über die Jahre schon ins Unterbewusstsein der Stadtbewohner gewandert sind. Serras "Terminal" war 1977 erstmals auf der Documenta zu sehen und wurde 1979 für 350 000 Euro von der Stadt Bochum angekauft.

 

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