Sieben ganz spezielle Tipps für die Extraschicht

Nacht der Industriekultur

Die Nacht der Nächte im Ruhrgebiet: Zur 15. Extraschicht warten am Samstag, 20. Juni, 2000 Künstler an 45 Spielorten auf. Da diese Nacht stets viel zu schnell vergeht, sollte man sich vorher ein paar Gedanken machen. Darüber, wo man die Extraschicht verbringt, wie man da hin kommt und was man nicht vergessen sollte. Hier sind 7 Tipps für Neueinsteiger, alte Hasen, Hobbyfotografen, Familien und Kulturbanausen.

NRW

, 18.06.2015, 14:18 Uhr / Lesedauer: 3 min

In der Nacht des 20. Juni verwandelt sich das ganze Ruhrgebiet in eine spannende Kulisse für Theater, Konzerte, Shows, Lichtinstallationen, Lesungen und vieles mehr. Die Extraschicht findet bereits zum 15. Mal statt, mehr als zwei Millionen Besucher waren in den vergangenen Jahren Teil des Spektakels. Und auch diesmal sind viele nationale und internationale Künstler dabei: Torsten Sträter, der Chinesische Nationalcircus,  Liedermacher Stoppok, die Physikanten und viele, viele mehr. Das Angebot ist so groß - wo soll man denn nun hin?  

Tipp 1 für Einsteiger: 

Nicht zu viel vornehmen. Damit die Nacht nicht zu stressig wird, sollte man sich einen genauen Ablaufplan überlegen und erfahrungsgemäß nicht mehr als drei Events einplanen. Das Ruhrgebiet ist größer, als man denkt. Um eine gute Tour zur finden, kann man entweder

Tipp 2 für alte Hasen: Neue Spielorte

Abgesehen davon, dass niemand bei den letzten Extraschichten schon alles gesehen haben kann, gibt es diesmal auch einige ganz neue Spielorte. Neu im Programm ist etwa der erst kürzlich eröffnete Bergpark Lohberg in Dinslaken. Dort sind Artisten des renommierten chinesischen Nationalcircus´ zu sehen, dazu gibt es Musik und Walk Acts. Ebenfalls zum ersten Mal dabei ist das Fördermaschinengebäude Schacht IV in Moers. Das denkmalgeschützte Ensemble beinhaltet einen Förderturm und eine 700 Ps starke Dampfmaschine. Der Turm ist der älteste seiner Bauart im Ruhrgebiet. Am Gebäude präsentieren Lichtkünstler Matthias Plenkmann und Christian Spieß sowie der Komponist und Musiker Andreas Pasieka mehrmals ihre Licht- und Klanginstallation "Schwarzes Gold“. Das Schlosstheater Moers fährt unter Tage ein und die Püttologen sind hier auch dabei. Auch ganz neu dabei ist die Kulturbrauerei Hülsmann in Herne. Und damit sind wir beim Bier. 

Tipp 3 für Banausen: Bier statt Kultur (oder Bier mit Kultur)

Selbst Kulturbanausen können in dieser Nacht Spaß haben. So bietet das neue Brauerei-Museum in Dortmund auf dem Gelände der ehemaligen Dortmunder Actien Brauerei an diesem Abend Bier und Führungen durch das Brauereimuseum an. Natürlich kann man da auch Bier trinken und - wenn es nicht zu viel Kultur ist - auch Jazz und Chansons hören. Brauereiführungen gibt es an diesem Abend auch bei Moritz Fiege in Bochum, dazu Lichtspektakel und Musik. Die 1200-jährige Geschichte des Brauereiwesens lässt die Hülsmann-Brauerei in Herne wieder aufleben. Auch hier gibt es Bier und Speisen, Musik, Stadtteilführungen und mehr. 

Tipp 4 für Hobby-Fotografen: Am Wettbewerb teilnehmen

Die Nacht der Industriekultur wartet stets mit toll illuminierten Wahrzeichen, Lichtkunstwerken und vielen starken Bildern auf, die viele Menschen dazu bewegen, wie verrückt zu fotografieren. Falls Sie auch dazu gehören, können Sie am Wettbewerb der Extraschicht teilnehmen. Jedermann kann seine beiden besten Fotos bis zum 28. Juni über ein Teilnahmeformular hochladen, anschließend dürfen Internet-User eine Woche lang voten. Als Gewinn warten unter anderem 300, 200 bzw 100 Euro für die ersten drei Plätze. Alle Infos zur Teilnahme gibt es hier.  Sie hätten gern noch Tipps für die besten Foto-Standorte an den einzelnen Spielorten?  Die gibt es hier.

Impressionen der Extraschicht aus den vergangenen Jahren:

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Extraschicht

Die Extraschicht findet 2016 bereits zum 16. Mal statt. Hier sind einige Eindrücke, Lichtinstallationen und Szenen aus den vergangenen Jahren.
18.06.2015
/

Tipp 5 für Sparfüchse: Tickets etwas günstiger

Karten schon im Vorverkauf sichern. Da spart man ein bisschen und zahlt statt 20 Euro nur 17. Teuer? Nicht unbedingt. Denn mit einem Ticket kann man sowohl den gesamten ÖPNV nutzen, als auch jede Veranstaltung besuchen und mit den Shuttle-Busse zwischen den Orten hin und her fahren. Tickets im Vorverkauf gibt es leider nicht online, aber per Telefon und Kreditkarte unter Tel.  01806/181650  (20 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz; Mobilfunk max. 60 Cent pro Anruf.) Außerdem gibt es Tickets unter anderem an allen Spielorten, an allen DB-Fahrkartenautomaten und bei den DB-Reisecentern. Ruhr.Topcard-Inhaber bekommen ermäßigte Karten für 8,50 Euro, allerdings nur im Vorverkauf, nicht an allen Vorverkaufsstellen und nicht mehr am Samstag selbst.  

Tipp 6 für Familien: Das Archäologie-Museum in Herne

Die Extraschicht bietet vor allem für Familien ganz viel Programm. Doch wenn es für den einzelnen Besucher schon schwierig ist, mehr als drei Spielorte aufzusuchen und sich für drei Events entscheiden zu müssen, können Familien mit Kindern möglicherweise nur ein bis zwei Spielorte schaffen. Alles dauert länger und im Zweifel müssen die Kinder dann doch irgendwann ins Bett. Also gilt: Sorgfältig aussuchen. Was sich für Familien mit Kindern besonders eignet, hat die Extraschicht hier zusammengestellt. Unser Tipp: Das Archäologie-Museum in Herne. In dieser Nacht dreht sich dort alles um die Sonderausstellung "aberGlaube" - also um Hokuspokus, Hausdrachen, Hexen, Wahrsager, Schamanen und Schornsteinfeger. Außerdem gibt es Walk Acts, eine magische Lichtshow, natürlich Führungen durch Sonder- und Dauerausstellung und eine Nacht- und Nebelgrabung im Außengelände. 

Tipp 7 für alle: Kurz vorher noch mal informieren 

Fällt vielleicht doch was aus? Müssen Shuttle-Busse anders fahren? Die Extraschicht informiert im Netz hier über aktuelle Änderungen im Programm. So fallen beispielsweise die Elbershallen in Hagen als aktueller Spielort kurzfristig aus, obwohl sie noch im Programmheft stehen. Und in Duisburg müssen zwei Shuttlebus-Linien Umleitungen fahren. Natürlich kann man der Extraschicht auch in den Sozialen Netzwerken, etwa per Twitter oder Facebook folgen. 

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt