Sieh mich an

Mareike Krügel

Ausführlich berichtet Mareike Krügel in „Sieh mich an“ über einen Tag im Leben der Hausfrau Katharina. Natürlich ist ihre Protagonistin gestresst, hat sie doch ein ADHS-Kind, das sie morgens wegen Nasenbluten aus der Schule abholen muss, und beim nachmittäglichen Reitunterricht gibt es weiteren Ärger mit ihrer Tochter.

01.08.2017 / Lesedauer: 2 min

Dann sind da noch ihre Nachbarn, Frauen, die sich zu Männern haben umoperieren lassen, und einer von ihnen verliert beim Heimwerken einen Daumen.

Peinlich-kitschig

In ihrer Ehe kriselt es, seitdem der Gatte in Berlin arbeitet und nur am Wochenende nach Hause kommt. Doch wegen einer Betriebsfeier bleibt er diesmal übers Wochenende in Berlin. Zwischen dem Bewältigen des Alltags kehren Katharinas Gedanken immer wieder in die Vergangenheit zurück.

Eigentlich wollte sie eine Dissertation schreiben ... Und dann ist da noch ein Knoten in der Brust. Zum Arzt geht sie allerdings nicht, sondern glaubt lieber ohne Diagnose, dass sie sterben wird.

Das Ende dieses aufregenden Hausfrauentages ist peinlich-kitschig.

Mareike Krügel: Sieh mich an, 255 S., Piper, 20 Euro, ISBN 978-3-492-05855-1.