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Sigmar Gabriel: "Frieden ist keine Selbstverständlichkeit"

Herausforderung Zukunft

Sigmar Gabriel sprach über Europa und Deutschland. Er stellte das Thema "Deutschland - neu denken" in den gesamteuropäischen Zusammenhang. Der Bundesminister war bei "Herausforderung Zukunft" in Bochum zu Gast. Und wie Carina Gödecke, Präsidentin des Landtags, betonte war es ein "Abend für die langen Linien".

WATTENSCHEID

von Von Sina Langner

, 16.03.2014
Sigmar Gabriel: "Frieden ist keine Selbstverständlichkeit"

Siegmar Gabriel spricht bei Herausforderung Zukunft über Europa und Deutschland, das Verhältnis beider zueinander und die Bedeutung, die sie gegenseitig für einander haben.

In lockerem Ton sprach er über die Wichtigkeit von Europa und die daraus für Deutschland resultierenden Vorteile. „Dass wir heute in Frieden leben, ist keine Selbstverständlichkeit und vielen mutigen Menschen zu verdanken“, betonte Gabriel. Doch Europa sei auch ein Konstrukt, das sich regelmäßig verändern müsse. „Natürlich kann die Türkei nicht in die aktuellen Strukturen der EU beitreten. Aber wer sagt denn, dass diese Strukturen die richtigen sind?“. Auch die Krim-Krise blieb nicht unerwähnt. In der vergangenen Woche war Gabriel in der Ukraine. Am Freitag sprach er sich deutlich gegen das Vorgehen Russlands aus: „Imperiale Mittel dürfen nicht zur Wahrung von wirtschaftlicher Souveränität eingesetzt werden“.

Dieses Vorgehen ginge gegen die „Freiheitsidee des Westens“. Dass Europa auch im Hinblick auf diese Ereignisse zusammenhalten und mehr sein muss als eine „Zweckgemeinschaft“ erscheint als zentrales Thema des Abends: „Europa braucht eine gemeinsame Stimme, oder es wird keine haben.“ Kritischer Gegenwind blieb an diesem Abend aus. Das Gespräch mit Journalist Ulrich Reitz verlief eher in einem angenehmen Plauderton. Auch hier beteuerte Gabriel immer wieder, dass keiner es alleine schaffen könne. Deutschland sei auf Europa angewiesen und Europa sei profitabel für Deutschland – „jetzt und in Zukunft“.