So eng ist es akuell auf der Faßstraße

Baustelle

Woher die Faßstraße ihren Namen hat? Vielleicht daher, dass hier immer wieder jemand ein neues Fass aufmacht, was den Verkehr auf dieser Straße angeht. Die große Probe für alle, die hier lang müssen, ob Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger: Immer wieder neue Situationen entlang der Baustellen.

HÖRDE

, 13.09.2016, 17:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
So eng ist es akuell auf der Faßstraße

Die Faßstraße in Hörde.

Thomas Groß kann so eine Geschichte vom Schiefgehen erzählen. „Meine Frau ist vor eine Verkehrinsel gefahren, die nicht gekennzeichnet war. Erst ein Polizist hat nach dem Unfall mit mir eine Absperrung versetzt und die Stelle mit Farbe markiert“, berichtet Groß. Am Samstag sei seine Frau mit einem Dienstwagen an der ehemaligen Stiftsbrauerei vorbei gefahren, der gerade für den Neubau der Sparkassenakademie abgerissen wird. Die Stadt Dortmund bestätigt auf Anfrage dieser Zeitung, dass die Verkehrsregelung wegen der Bauarbeiten genehmigt sei und vorerst noch eine Woche gilt.

Problem an Verkehrsinsel

An dieser Stelle läuft der Verkehr nur noch einspurig, kurz bevor das „versetzte Fahren“ beginnt, das Teil eines Verkehrsversuchs ist. Was die Fahrerin nicht sieht: Durch die neue Absperrung entsteht an einer Fußgängerinsel eine besonders enge Stelle. Das Auto trifft die Insel, zwei Reifen sind zerstört.

„Als ich dazu gekommen bin, waren auf dem Parkplatz vor der Polizeiwache noch zwei weitere Autofahrer, denen an dieser Stelle dasselbe passiert ist. Ein Anwohner kam noch dazu und hat gesagt, das wären bestimmt 50 Autos gewesen, die vor die Insel gefahren seien“, sagt Thomas Groß.

Statistisch kein Unfallschwerpunkt

So viel zum Gefühl an der Faßstraße, das sich auch in vielen anderen Berichten von Beinahe-Unfällen und unangenehmen Situationen niederschlägt. Allein: Die Faßstraße ist statistisch kein Unfallschwerpunkt. Die Polizei Dortmund zählt fünf Anzeigen seit dem 1. Juni.

Keine davon hat laut Sprecher Sven Schönberg direkt mit der neuen Verkehrsführung oder den Baustellen zu tun. Schönbergs These: „Für viele ist die Situation hier so neu, dass sie komplett überwältigt sind und besonders vorsichtig fahren.“ Mitteilungen ohne Anzeige und Geschädigte wie in Thomas Groß’ Fall tauchen nicht in der Statistik auf. Solche Schäden bleiben bloß ärgerlich. Sie passen ins Bild von dieser Straße, die mal der neue Boulevard am zwischen Phoenix-See und Ortskern sein soll, im Moment aber eine lange Reihe vieler offener Fässer ist.

Bis zum 31. Oktober laufen die Abrissarbeiten an der Stiftsbrauerei noch. L Stadtsprecher Michael Meinders sagt: „Es wird immer wieder kurzzeitig neue Regelungen geben. Welche genau, entscheiden wir Schritt für Schritt in enger Absprache mit den ausführenden Unternehmen“. Die wochenweise Verlängerung von Genehmigung sei ein übliches Vorgehen.

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