So geht es auf dem Ex-Soundgarden-Gelände weiter

Spatenstich im Februar

In der Disko Soundgarden feierte eine ganze Generation von Dortmundern die Nächte durch - doch der Party-Tempel ist längst Geschichte. Monatelang fanden auf dem Gelände Abbrucharbeiten statt. Jetzt ist der nächste Schritt in Sicht.

DORTMUND

, 29.01.2015, 19:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
So geht es auf dem Ex-Soundgarden-Gelände weiter

Dort, wo bis Jahresende die Diskothek Soundgarden stand, gibt es jetzt nur noch Abbruchreste. Mitte Februar erfolgt hier der Spatenstich für die Mietwohnungen, die hier ein neues Stadtviertel abrunden sollen.

Mitte Februar wird das Unternehmen Wilma als Bauherr hier den nächsten Spatenstich setzen. Fünf Gebäude mit insgesamt 175 Wohnungen entstehen - 80 zur Miete und 95 Eigentumswohnungen. Es ist eines der größten zusammenhängenden Neubauprojekte in der Innenstadt in den vergangenen Jahren.

„Das ist in der Größe sicher ungewöhnlich“, sagt Stefan van Dick, Vertriebsleiter und Prokurist bei Wilma. In mehreren Bauabschnitten wird auf der Fläche am ehemaligen Güterbahnhof-Ost Neues entstehen. Die Gesamtentwicklung des vom Investoren so benannten Hanseviertels soll laut van Dick bis Anfang 2018 abgeschlossen sein.

Zahlreiche Einfamilienhäuser

Aus Richtung der Gerichtsgebäude wird eine neue Zufahrtsstraße entstehen. Rund um die Brachflächen sind in den vergangenen zwei Jahren bereits zahlreiche Einfamilienhäuser entstanden. Der Abriss der alten Gebäude war kein ganz gewöhnliches Unterfangen. Das lag zum einen an der Bauweise. „Das komplette Gelände ist unterkellert“, sagt van Dick.

Deshalb folgt jetzt noch eine Art zweiter Abriss im Untergrund. Dazu wird ein so genannter „Berliner Verbau“ eingerichtet, der ein Absacken des Bodens verhindert. Die Katakomben werden verfüllt. Im Untergrund sind Tiefgaragen geplant. Zum anderen hat das Gelände eine besondere Geschichte.

Eine der beliebtesten Ausgehmeilen

Über viele Jahre befand sich hier eine der beliebtesten Ausgehmeilen Dortmunds mit der Diskothek „Soundgarden“. Das bescherte der Baustelle im vergangenen Jahr eine große Öffentlichkeit. Sie war geradezu eine Touristenattraktion für jene, die sich hier noch einmal an vergangen Party-Erlebnisse erinnerten.

In sozialen Netzwerken gibt es immer noch Gruppierungen mit Tausenden Mitgliedern, die das „Soundgarden-Erbe“ weiter bewahren. Auch, wenn jetzt bis auf Reste nichts mehr von den alten Backstein-Hallen zu sehen ist.

Schlagworte: