So geht es mit Hacheneys Bauprojekten weiter

Zeche, Feuerwache, EAE

"Das nehmen wir mal mit" - dieser Satz ist am Donnerstag in der Aula des Goethe-Gymnasiums ziemlich häufig gefallen. Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Baudezernent Ludger Wilde stellten sich bei einer Bürgerinfo-Veranstaltung vielen Fragen zu den baulichen und verkehrlichen Plänen in Hacheney.

HACHENEY

, 10.02.2017 / Lesedauer: 3 min
So geht es mit Hacheneys Bauprojekten weiter

In Hacheney stehen einige große Bauprojekte an.

Zeche Crone

Auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Corne hat sich in der Vergangenheit schon etwas getan: Dort steht bereits ein Baumarkt. Noch in diesem Jahr soll ein Recycling-Hof eröffnen, zu dem auch ein kleiner Gebrauchtmöbel-Markt gehört. Geplant ist außerdem, auf der Fläche entlang der B 54 sowie im südlichen Teil weitere Flächen für Gewebe und eventuell auch fürs Wohnen zu entwickeln. Was genau dort passieren soll, steht noch nicht fest. 

Rechtsverbindlich, so sagte es Ludger Wilde, sei die Straßentrasse, von der aus die Gebiete erschlossen werden sollen. „Wir wollen die Straße zu einem Zeitpunkt bauen, wenn die Entwicklung auf dem angrenzenden Haldengrundstück konkret wird“, sagte er weiter. So solle eine neue Umgehungsstraße für die Hacheneyer Straße entstehen, der Hacheneyer Kirchweg soll in einem nächsten Schritt abgebunden werden. Die verkehrlichen Veränderungen, das zeigte sich in der Diskussion, sind es, die die Anwohner am meisten interessieren – vor denen sie die meisten Befürchtungen haben.

Dass die geplanten Schritte den Verkehr entlasten, bezweifelten sie in vielen Wortbeiträgen. Zwei Anregungen: Bis zum Bau der neuen Straße sollte auf dem Hacheneyer Kirchweg Tempo 30 und Überholverbot eingerichtet werden. „Das nehmen wir mit“, so der Oberbürgermeister. Auch die Behelfsabfahrt Hacheney war noch mal Thema – allerdings ist hier nicht die Stadt zuständig, sondern der Landesbetrieb „Straßen NRW“. Sierau versprach, hier noch mal Druck zu machen.

Alte Feuerwache

Die Alte Feuerwache soll abgerissen werden – voraussichtlich noch dieses Jahr, so Ludger Wilde. Geschosswohnungen und Stadtvillen sollen in dem Bereich entstehen. In den Randbereichen an der Wellinghofer Straße soll schnell mit der Bebauung begonnen werden – voraussichtlich im nächsten Jahr. Außerdem soll sich die Bezirkssportanlage Hacheney verändern.

Konkret wird in diesem Jahr die rote Asche durch Naturrasen ersetzt und es sollen Beachvolleyballfelder entstehen. Das ist Schritt eins. In zwei weiteren Schritten sind ein deutlicher Ausbau der Trainingsanlagen und die Einrichtung von Tribünen geplant. Wie genau das aussehen soll, konnten Ullrich Sierau und Ludger Wilde noch nicht genau beantworten. 

Übringens stehe die Finanzierung für diese Schritte auch noch gar nicht, so der Oberbürgermeister. Der Bebauungsplan für die neue Anlage muss erst noch aufgestellt werden – in diesem Zuge soll es auch eine Verkehrsuntersuchung geben. Das ist auch dringend notwendig, wie aus den zweifelnden Beiträgen der Besucher deutlich wurde.

Die Anbindung über die Wellinghofer Straße konnten sich wenige vorstellen, ob der geplante Ausbau von 116 auf 140 Stellplätze für die neue Sportanlage ausreichen werde, wurde ausführlich debattiert. „Das ist alles jetzt schon voll – mehr als voll“, sagte ein Besucher auch mit Blick auf die Parksituation in den angrenzenden Straßen. Klarheit soll nun die Verkehrsuntersuchung bringen.

EAE-Gelände

Die ehemalige Gehörlosenschule, in der bis vor kurzem die Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) untergebracht war, soll abgerissen und neu bebaut werden. Auch dort sollen Wohnungen entstehen. Der Bebauungsplan muss dazu geändert werden, das Verfahren dazu soll 2018 beginnen. Auch hier, so die Sorge der Anwohner, wird der Verkehr ein großes Problem werden.

Es soll, so Ludger Wilde, im zweiten Quartal 2017 Verkehrszählungen geben, die Einfluss nehmen auf die weitere Planung. „Auch dafür werden wir uns mindestest noch ein-, zweimal mit Ihnen zusammensetzen“, kündigte der Planungsdezernent weitere Bürgerinfoveranstaltungen an, bevor die Neubau- und Erschließungsarbeiten starten werden. 

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