So läuft der Bau des Kunstrasenplatzes

Admiralsplatz

Einen Kunstrasenplatz wünschen sich viele Dortmunder Fußballvereine. Beim FC Wellinghofen entsteht gerade eine neue Anlage. Das ging für den Verein schneller, als er selbst erwartet hatte. Nicht die einzige Sache, die etwas anders läuft als geplant.

WELLINGHOFEN

, 26.08.2015, 02:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
So läuft der Bau des Kunstrasenplatzes

Seit Ende Juli laufen die Arbeiten am Admiralsplatz in Wellinghofen.

Das Beispiel am Hopmanns Mühlenweg zeigt, wie schwierig solche Großprojekte manchmal zu kalkulieren sind. Denn obwohl der Verein (zwei Senioren- und zehn Jugendmannschaften) schon seit 2011 mithilfe eines Fördervereins den neuen Platz vorbereitet, kam vieles anders als geplant. Auf dem sogenannten Admiralsplatz spielen außerdem zwei Teams des Vereins Grashüpfer Olpkebach.

Darum ging es schneller

"Wir haben im Herbst 2014 die Anträge gestellt und haben dann damit gerechnet, dass wir vielleicht 2016 loslegen könnten", sagt der Vereinsvorsitzende Rolf Heidemeier. Doch im Dezember beschloss der Rat, den Verein mit auf die Liste derjenigen zu setzen, denen eine Förderung zusteht.

Denn er erfüllte wichtige Kriterien. Allen voran eine bemerkenswert hohe Zahl an Jugendmannschaften. 180 von 270 Vereinsmitgliedern sind unter 18 Jahre alt. Außerdem befand sich der Admiralsplatz, den der FC Wellinghofen mit dem Verein Grashüpfer Olpkebach teilt, in einem dringend sanierungsbedürftigen Zustand. Schon normale Regenfälle reichten, um Spiele und Training ausfallen zu lassen. „Der Platz ist über 30 Jahre alt“, sagt Heidemeier.

Darum wird es teurer

Das städtische Förderprogramm sichert eine jährliche Unterstützung von 20.000 Euro jährlich – bis 2035. Den Großteil der Kosten finanziert der Verein über einen Kredit.Die neue Spielfläche kostet in ihrer Grundausstattung 415.000 Euro. Allerdings haben sich am Admiralsplatz einige Zusatzkosten ergeben, mit denen der Verein zunächst nicht gerechnet hat.

  • Der Platz benötigt wegen der Bodenbeschaffenheit auf der ehemaligen Bergbaufläche eine sogenannte elastische Tragschicht. Dies erhöhe die Kosten laut Rolf Heidemeier auf 500.000 Euro.
  • Ein Zaun um die Anlage ist Vorschrift – und kostet 30.000 Euro.
  • Damit der Kunstrasen länger hält, muss er regelmäßig abgezogen, also gereinigt und begradigt werden. Dazu benötigt der Verein einen Traktor. Kosten: 10.000 Euro.
  • Für diesen Traktor ist der Bau einer Garage notwendig. Weitere 5000 Euro werden fällig.

So geht es weiter

Der neue Admiralsplatz soll bis Ende September/Anfang Oktober fertig sein. Bis dahin spielen die Jugendmannschaften in Hacheney, die Senioren am Schallacker in Hörde. Um die Zusatzkosten aufzufangen, hat der FC Wellinghofen in der Bezirksvertretung Hörde Unterstützung beantragt. Darüber wird voraussichtlich in der Sitzung im September oder Oktober entschieden.

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