So reagieren Politiker auf das Aus fürs Westbad

Sparliste der Stadt

Die Nachricht, dass die Stadt Dortmund die Schließung des Westbads in Erwägung zieht, verbreitete sich in Dorstfeld am Donnerstag wie ein Lauffeuer. So reagieren Politiker auf die angekündigte Schließung des Schwimmbads.

DORSTFELD

09.10.2014, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Befürworter des  West-Bad-Standortes Kortental verlangen ein fundiertes Gutachten.

Die Befürworter des West-Bad-Standortes Kortental verlangen ein fundiertes Gutachten.

 „Ich kann nur hoffen, dass der Rat der Stadt Dortmund Dorstfeld nicht abhängt.“ Fuß ist überzeugt dass Dorstfeld das Hallenbad oder aber einen akzeptablen Ersatz dringend benötigt. „Es wäre fatal, wenn die Kinder hier nicht mehr in ihrem Wohnort schwimmen lernen können“, so Fuß, der an die Schließung der Jugendfreizeitstätte an der Adalbertstraße erinnert. „Wir könne hier keine weitere wichtige Einrichtung für die Jugend schließen“, so Fuß

Auf ein Versprechen, dass es nach der Schließung einen Ersatz für dass Bad geben wird, könne man sich nicht einlassen. „Solche Versprechen werden selten eingehalten“, argumentiert er und fordert ebenfalls: „Erst muss ein Ersatz her.“ Die Bürger beruhigt Fuß: „Es handelt sich ja bislang nur über einen Vorschlag. Eine Entscheidung ist überhaupt noch nicht gefallen. Im Westbad gehen erst einmal nicht die Lichter aus.“ 

„Ich war völlig überrascht“, sagt Peter Balzer. Rund 50 Anrufe habe er morgens bekommen. Von aufgebrachten Bürgern und Vereinsvertretern. „Es muss eine vernünftige Lösung her“, verlangt Balzer. Und die sieht für den SPD-Ratsherrn so aus: „Erst muss eine andere Lösung für die Dorstfelder her, dann kann man schließen. Alles andere ist mit mir nicht zu machen.“ Der Ersatz soll im Revierpark Wischlingen geschaffen werden. Ob durch Ausbau eines vorhandenen Schwimmbeckens oder durch einen modernen energieeffizienten Neubau, steht noch nicht fest.

Anders sieht es mit den Kosten für die Sanierung des Westbads am Kortental aus. Peter Balzer nennt Zahlen. 3,5 Millionen Euro müsste die Stadt dort ausgeben für ein neues Dach. „Eine Unsumme“, sagt Balzer. Olaf Meyer, Fraktionssprecher der SPD in der Bezirksvertretung Innenstadt-West ergänzt: „Auch die Filteranlage müsste wohl ausgetauscht werden. Das würde auch noch einmal um die 500 000 Euro kosten.“

„Das Westbad ist für Dorstfeld eine sozial wichtige Komponente“, sagt Jörg Tigges. Einen Ersatz am Revierpark hält er für schlecht. Der Park liege zu dezentral.

"Es ist zu einem Sanierungsstau gekommen. „Hätte man das Bad regelmäßig gepflegt wie es die CDU gefordert hat, hätte man jetzt auch die Kosten im Griff.“ Geklärt werden müsse zudem die Frage, was später aus dem Bad wird. Wir können es ja schließlich nicht als Ruine stehen lassen“, so Daskalakis.

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