So setzt sich der Preis eines Weihnachtsbaums zusammen

Weihnachtsbaum-Kauf

Der Weihnachtsbaum-Kauf: Manch einer wird sich fragen, wieso er 40 Euro für eine kleine Tanne zahlen soll. Dafür gibt es handfeste Gründe, verrät ein Blick auf die Kalkulation der Verkäufer.

von Christoph Höland

, 21.12.2019, 07:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rund 27 Millionen Weihnachtsbäume werden jedes Jahr in Deutschland verkauft.

Rund 27 Millionen Weihnachtsbäume werden jedes Jahr in Deutschland verkauft. © Julian Stratenschulte/dpa

Um heimliche Profiteure muss sich beim Weihnachtsbaum-Kauf wohl niemand Gedanken machen. Denn der Handel mit dem wohl wichtigsten Stück Wald des Jahres ist ein vergleichsweise transparentes Geschäft.

Nur 20 Prozent der Weihnachtsbäume kommen aus dem Ausland

Das liegt einerseits daran, dass der Großteil der jährlich verkauften 23-25 Millionen Weihnachtsbäume aus Deutschland stammt, wie die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) berichtet. Demnach kommen lediglich 20 Prozent der verkauften Weihnachtsbäume aus dem Ausland. Und dabei handele es sich überwiegend um besonders große Tannen, die in Dänemark gezüchtet werden.

Auch die Preise sind unterschiedlichen Erhebungen zufolge stabil. 2019 habe es keinen Anstieg gegeben, heißt es etwa bei der SDW. Nordmanntannen liegen demnach derzeit zwischen 18 und 25 Euro pro laufenden Meter. Blaufichten bei 10 bis 16 Euro und die normale Fichte bei 6 bis 10 Euro.

Beim Erzeuger bleibt wenig hängen

Wofür die Kunden zahlen, offenbaren Rechnungen des Bundesverbands der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger aus dem Jahr 2016. Bei einer Nordmanntanne für 40 Euro geht demnach der größte Teil an den Händler. Doch auch die - meist zweijährige - Aufzucht der Bäume kostet die Erzeuger viel Geld.

Eine neue Entwicklung sieht der Erzeugerverband aber: Für immer mehr Haushalte spiele es eine entscheidende Rolle, ob der Weihnachtsbaum aus der eigenen Region stamme. Mittlerweile betone das mehr als die Hälfte der Verbraucher, heißt es angesichts von vom Verband in Auftrag gegebener Verbraucherstudien.

Der Hauptgrund für den Weihnachtsbaum aus der Region: Frische und Qualität - sowie die Hoffnung, dass der Baum nachhaltig angebaut wurde.