So spektakulär war die Sprengung des Gasometers

Videos und viele Bilder

Der Dortmunder Energieversorger DEW21 hat am Sonntag einen über 60 Jahre alten Gasspeicher in Lindenhorst gesprengt. Bei Deutschlands größter Sprengung des Jahres wurden 1600 Tonnen Stahl zerlegt. Alle Infos, Bilder und Videos gibt's hier.

LINDENHORST

, 18.10.2015, 01:12 Uhr / Lesedauer: 6 min

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick: 

  • Energieversorger DEW21 hat am Sonntag den Gasometer in Linenhorst gesprengt
  • Die Sprengung lief ohne Probleme ab - um 10 Uhr war alles vorbei
  • Obwohl das Unternehmen den Speicher stillgelegt hat, sind pro Jahr Kosten in Höhe von 200.000 Euro an gefallen. Langfristig wäre das teurer gewesen als der eine Millionen Euro kostende Abbruch
  • Wir berichten aktuell über die Sprengung - auch bei Twitter (@RN_Dortmund) und Facebook (www.facebook.com/RN.Dortmund)

Die Bilder von der Sprengung: 

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Die Sprengung des Gasspeichers

In Lindenhorst wurde am Sonntag ein alter Gasspeicher gesprengt. Wir zeigen die spektakulären Bilder der Sprengung.
18.10.2015
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Am Sonntag wurde in Lindenhorst der Gasometer gesprengt.© Foto: Peter Bandermann
Am Sonntag wurde in Lindenhorst der Gasometer gesprengt.© Foto: Peter Bandermann
Am Sonntag wurde in Lindenhorst der Gasometer gesprengt.© Foto: Peter Bandermann
Am Sonntag wurde in Lindenhorst der Gasometer gesprengt.© Foto: Peter Bandermann
Am Sonntag wurde in Lindenhorst der Gasometer gesprengt.© Foto: Peter Bandermann
Am Sonntag wurde in Lindenhorst der Gasometer gesprengt.© Foto: Peter Bandermann
Am Sonntag wurde in Lindenhorst der Gasometer gesprengt.© Foto: Peter Bandermann
Am Sonntag wurde in Lindenhorst der Gasometer gesprengt.© Foto: Peter Bandermann
Am Sonntag wurde in Lindenhorst der Gasometer gesprengt.© Foto: Peter Bandermann
Am Sonntag wurde in Lindenhorst der Gasometer gesprengt.© Foto: Peter Bandermann
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Gasometer am Boden - So sieht es nach der Sprengung aus

In Lindenhorst wurde am Sonntag der Gasometer gesprengt. Wir haben uns kurz nach der Sprengung auf dem Gelände umgesehen.
18.10.2015
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Rechts oben die Überreste oberhalb des Fundament, links deneben der kleinere Kugelbehälter, den DEW21 weiter nutzt.© Foto: Peter Bandermann
Dieses Team war verantwortlich (von links): Sprengmeister Michael Schneider, DEW21-Projektleiterin Sabine Schumacher und der technische Geschäftsführer bei DEW21, Peter Flosbach. Im Hintergrund der auf der Seite liegende Gasspeicher.© Foto: Peter Bandermann
15 Sekunden dauerte der Fall ins Erdreich. Über 60 jahre Speicher-Geschichte sind damit Geschichte.© Foto: Peter Bandermann
Die Speicherkugel links nutzt DEW21 jetzt weiter. Während der Sprengung war der weiße Speicher aus Sicherheitsgründen leer.© Foto: Peter Bandermann
Fotografen lichten den auf der Seite liegenden Gasspeicher ab.© Foto: Peter Bandermann
1600 Tonnen Schrott lässt DEW21 jetzt zerlegen. Zu Tagespreisen verkauft der Energieversorger das Material.© Foto: Peter Bandermann
Der gesprengte Koloss aus Stahl spiegelt sich in einer Pfütze.© Foto: Peter Bandermann
Blick auf den zusammengesackten Turm.© Foto: Peter Bandermann
Blick auf den zusammengesackten Turm. Rechts Überbleibsel des blau-weißen DEW21-Schriftzugs.© Foto: Peter Bandermann
Blick auf die Baustelle: Den Stahlschrott will DEW21 bis Ende November 2015 abtransportieren lassen.© Foto: Peter Bandermann
Der gesprengte Gasspeicher liegt in seinem Fallbett.© Foto: Peter Bandermann
Der gesprengte Gasspeicher liegt in seinem Fallbett.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es nach der Sprengung auf dem Areal aus.© Foto: Peter Bandermann
Sind mit dem Ablauf der Sprengung sehr zufrieden: Sprengmeister Michael Schneider (l.) sowie Sabine Schumacher (Projektleiterin) und Peter Flosbach (Technischer Geschäfstführer von DEW21).© Foto: Peter Bandermann
So sieht es nach der Sprengung auf dem Areal aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es auf dem Areal nach der Sprengung aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es auf dem Areal nach der Sprengung aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es nach der Sprengung auf dem Areal aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es nach der Sprengung auf dem Areal aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es nach der Sprengung auf dem Areal aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es nach der Sprengung auf dem Areal aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es nach der Sprengung auf dem Areal aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es nach der Sprengung auf dem Areal aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es nach der Sprengung auf dem Areal aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es nach der Sprengung auf dem Areal aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es nach der Sprengung auf dem Areal aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es nach der Sprengung auf dem Areal aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es nach der Sprengung auf dem Areal aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es nach der Sprengung auf dem Areal aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es nach der Sprengung auf dem Areal aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es nach der Sprengung auf dem Areal aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es nach der Sprengung auf dem Areal aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es nach der Sprengung auf dem Areal aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es auf dem Areal nach der Sprengung aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es auf dem Areal nach der Sprengung aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es auf dem Areal nach der Sprengung aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es auf dem Areal nach der Sprengung aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es auf dem Areal nach der Sprengung aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es auf dem Areal nach der Sprengung aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es auf dem Areal nach der Sprengung aus.© Foto: Peter Bandermann
So sieht es auf dem Areal nach der Sprengung aus.© Foto: Peter Bandermann
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Videos:

Zusammenfassung:

Ein 60 Jahre alter Gasspeicher aus 1600 Tonnen Stahl ist am Sonntagmorgen in Dortmund dem Erdboden gleichgemacht worden. Der 93 Meter hohe Speicherriese hatte nach Angaben des örtlichen Energieversorgers DEW21 ausgedient. Innerhalb weniger Sekunden fiel der Speicher in zwei Sprengetappen in sich zusammen.

"Das war eine Bilderbuchlandung", sagte Peter Flosbach, der Technischer Geschäftsführer von DEW21. "Der Speicher wurde sekundengenau gesprengt, es war die richtige Fallrichtung und auch im Umkreis wurde nichts beschädigt."

Auch Sprengmeister Michael Schneider zog ein positives Fazit: "Es war ein außergewöhnlicher Auftrag. Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden." Der Gasspeicher war 2013 wegen veralteter Technik vom Netz genommen worden. Sein Unterhalt kostete nach Angaben des Versorgers jährlich 200.000 Euro. Bis Ende November soll der Stahl nach Angaben Flosbachs abtransportiert werden. 

Live-Ticker zum Nachlesen:

11.30 Uhr: Wir arbeiten jetzt an einer Zusammenfassung der Ereignisse. Es folgen gleich noch weitere Bilder und Videos.

11.08 Uhr: Wir dürfen nun auf das Gelände. So sieht es vor Ort aus: 

#dowumms so sieht das aus hier. pic.twitter.com/78uKwLAZbj

— Peter Bandermann (@RN_Bandermann)

10.57 Uhr: Unser Reporter Peter Bandermann wartet auf die Freigabe, dass er auf das Gasspeicher-Gelände kann. Sobald er dort ist, liefern wir die passenden Fotos dazu. 

#dowumms pic.twitter.com/Q8RWLfKxb5

— MarvinJanssen (@Marvinj86DO)

10.50 Uhr: Kleines Fazit vom Deusenberg: Rund 400 Neugierige haben dort das Spektakel verfolgt, schätzt Reporter Didi Stahlschmidt. Die meisten Besucher seien eine Viertelstunde vor der Sprengung gekommen. Die Menschen seien aus der ganzen Region angereist: "Recklinghausen, Bochum, Unna, Gelsenkirchen, Schwerte - die Besucher kamen aus der ganzen Region", sagt Stahlschmidt. Niemand habe gesagt: schön, dass das Ding weg ist. "Im Gegenteil. Viele haben mit Wehmut über den Gasspeicher gesprochen. Ein Besucher hat gesagt, dass der Gasometer eine Landmarke für die Nordstadt gewesen ist. Die fehlt nun", so Stahlschmidt. 

10.33 Uhr: Spektakuläre Bilder von der Sprengung:

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Die Sprengung des Gasspeichers

In Lindenhorst wurde am Sonntag ein alter Gasspeicher gesprengt. Wir zeigen die spektakulären Bilder der Sprengung.
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Am Sonntag wurde in Lindenhorst der Gasometer gesprengt.© Foto: Peter Bandermann
Am Sonntag wurde in Lindenhorst der Gasometer gesprengt.© Foto: Peter Bandermann
Am Sonntag wurde in Lindenhorst der Gasometer gesprengt.© Foto: Peter Bandermann
Am Sonntag wurde in Lindenhorst der Gasometer gesprengt.© Foto: Peter Bandermann
Am Sonntag wurde in Lindenhorst der Gasometer gesprengt.© Foto: Peter Bandermann
Am Sonntag wurde in Lindenhorst der Gasometer gesprengt.© Foto: Peter Bandermann
Am Sonntag wurde in Lindenhorst der Gasometer gesprengt.© Foto: Peter Bandermann
Am Sonntag wurde in Lindenhorst der Gasometer gesprengt.© Foto: Peter Bandermann
Am Sonntag wurde in Lindenhorst der Gasometer gesprengt.© Foto: Peter Bandermann
Am Sonntag wurde in Lindenhorst der Gasometer gesprengt.© Foto: Peter Bandermann
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10.25 Uhr: Erleichterung bei DEW21! "Alles ist perfekt gelaufen", sagt Peter Flosbach, Technischer Geschäftsführer von DEW21, über die Sprengung. Es habe eine optimale Landung gegeben. Der Gasspeicher sei perfekt ins Fallbett gekippt. Allerdings ist bei der Sprengung Lack abgeplatzt - teilweise ist die Farbe auf der Straße gelandet. Die betroffenen Straßen werden nun gereinigt. Auch ein paar verstreute Äste müssen nun beseitigt werden. 

10.15 Uhr: Unser Reporter Peter Bandermann ist auf dem Weg zum Gelände. Wir haben inzwischen ein paar Reaktionen beim Kurznachrichtendienst Twitter eingesammelt: 

Tschüss Gasometer. Ein weiteres Stück Dortmunder Skyline meiner Kindheit verschwindet #dowumms

— Sandra (@Kiuru77)

Sonntagmorgen an der frischen Luft: Ganz schön voll gewesen auf dem Deusenberg #Dortmund#dowummspic.twitter.com/RScCorqO9F

— Kevin Kindel (@kekindel)

Das war ein ordentlicher #dowumms um 10:00 Uhr..

— ment0r (@ment0r)

10.03 Uhr: Der Gasspeicher in Lindenhorst ist Geschichte! Die Sprengung war erfolgreich. Alle ist nach Plan gelaufen. "Das war ziemlich unspektakulär, die Sicht war nicht so doll", meldet Reporter Didi Stahlschmidt vom Deusenberg. Die ersten Besucher verlassen schon wieder das Gelände.

10 Uhr: ++EIL+++ Der Gasspeicher wurde gesprengt! 

#dowumms das war's pic.twitter.com/7FfuoObkga

— Peter Bandermann (@RN_Bandermann)

9.59 Uhr: Die letzten 60 Sekunden laufen...

9.57 Uhr: Eine Doppelfanfare leitet jetzt den 180-Sekunden-Countdown ein!

#dowumms geht gleich los. pic.twitter.com/sqqiiDXKC5

— Peter Bandermann (@RN_Bandermann)

9.55 Uhr: Die letzten 5 Minuten sind angebrochen. Gleich geht's los...

9.52 Uhr: Immer mehr Besucher kommen zum Deusenberg! Unser Reporter Didi Stahlschmidt schätzt, dass sich inzwischen rund 200 Besucher eingefunden haben.

9.50 Uhr: Noch 10 Minuten! Gleich wird der Gasspeicher dem Erdboden gleichgemacht. Die Spannung steigt...

#dowumms Gute Sicht vom Schlauchturm der Feuerwehr #Dortmund. Sprengung in 10 Minuten. pic.twitter.com/TvS60qleOt

— Peter Bandermann (@RN_Bandermann)

9.46 Uhr: Panorama-Blick vom Feuerwehrturm in Eving. Noch ist alles ruhig. Das dürfte sich gleich ändern: 

#Dortmund #panorama #Feuerwehrwache #Lindenhorst #Dowumms pic.twitter.com/WBHYWpUImc

— Kevin Kisker (@Kevin1993DO)

9.45 Uhr: Immer mehr Besucher erreichen zurzeit den Deusenberg: 

Der Pilgerstrom reißt nicht ab #dowumms#deusen#lindenhorstpic.twitter.com/i97zxwzqNK

— Lars Ulrich (@BetonBeach)

9.40 Uhr: Rund ein Jahr hat Energieversorger DEW21 an den Plänen zur Sprengung gearbeitet. Diese Vorbereitung scheint sich jetzt auszuzahlen. Alles läuft weiter nach Plan. Die Sprengung des Gasspeichers soll um 10 Uhr erfolgen, meldet Reporter Peter Bandermann.

9.38 Uhr: Aktuelle Eindrücke von der Feuerwehrwache in Eving: 

Viel los am #deusenberg und auf der Feuerwehrwache Eving. #dowummspic.twitter.com/Oats2c3zy4

— Kevin Kisker (@Kevin1993DO)

#dowumms 5 Kilogramm Sprengstoff an 98 Sprengstellen, sagt Peter Flosbach von @DEW21_Dortmundpic.twitter.com/Jjol3I32sp

— Peter Bandermann (@RN_Bandermann)

9.36 Uhr: Das Wetter am Deusenberg hält - wir drücken weiter die Daumen! 

Petrus meint es gut mit der Spreng-Crowd #deusen#lindenhorst#dowummspic.twitter.com/sxx7FLL6lF

— Lars Ulrich (@BetonBeach)

9.27 Uhr: Unser Reporter Didi Stahlschmidt schaut sich für uns auf dem Deusenberg um. 60 bis 70 Interessierte haben sich dort bislang eingefunden. Bei den meisten Beobachtern sei viel Wehmut dabei, sagt Stahlschmidt. Viele Besucher finden es schade, dass der Turm von der Landkarte verschwindet. 

Zwei Kollegen von @Sportlive_tv zeichnen die Sprengung vom Deusenberg auf. #dowummspic.twitter.com/A1Z6gkNL2U

— Kevin Kisker (@Kevin1993DO)

9.25 Uhr: So sieht es zurzeit auf dem Deusenberg aus: 

Countdown-noch isser da #deusen#lindenhorstpic.twitter.com/uCTBWeO3PX

— Lars Ulrich (@BetonBeach)

9.21 Uhr: Unser Reporter hat noch einen Tipp für Kurzentschlossene, die die Sprengung verfolgen möchten. Von der Dekra-Zweigstelle (Lindenhorster Straße 36) hat man einen sehr guten Blick auf den Gasometer. 

9.19 Uhr: Ein aktuelles Bild von vor Ort:

#dowumms Speicher trägt jetzt ein Logo des Sprengunternehmens. pic.twitter.com/oyPQJmEmpL

— Peter Bandermann (@RN_Bandermann)

9.17 Uhr: In der Print-Ausgabe haben wir übrigens auch über die Sprengung des Gasspeichers berichtet. Und zwar so: 

So haben wir in der vergangenen Woche über die Sprengung in der @RN_DORTMUND berichtet... #dowummspic.twitter.com/aOIFWQaCcf

— RN Dortmund (@RN_DORTMUND)

9.11 Uhr: Bei gutem Wetter hat man vom Deusenberg einen tollen Ausblick:

Ich fahr dann ma Deusenberg #dowummspic.twitter.com/d06ppZzfYY

— thorsten bachner (@tbachner)

9.06 Uhr: Unser Video-Mann Kevin Kisker hat sich bereits in Stellung gebracht: 

Für die @RN_DORTMUND auf dem Turm der Evinger Feuerwehr. #dowummspic.twitter.com/rQxK3EDaRW

— Kevin Kisker (@Kevin1993DO)

9.04 Uhr: Der 93 Meter hohe Speicherriese hat nach Angaben des örtlichen Energieversorger DEW21 ausgedient. Der Gasspeicher soll innerhalb weniger Sekunden in zwei Sprengetappen in sich zusammen fallen. Zuerst sollen Sprengladungen am rund 50 Meter durchmessenden Dach gezündet werden. Nach der zweiten Zündung soll der Restkörper einsacken.

Von einer zwei Kilometer entfernten, renaturierten Müllkippe, dem Deusenberg, können Zuschauer die Sprengung gut beobachten. Der Sprengort ist rund 200 Meter um den Speicher gesperrt. Der Gasspeicher war 2013 wegen veralteter Technik vom Netz genommen worden. Sein Unterhalt kostete nach Angaben des Versorgers jährlich 200.000 Euro.

8.58 Uhr: Guten Morgen Dortmund! Herzlich Willkommen zu unserem Live-Ticker. Wir berichten heute aktuell von der Sprengung des Gasspeichers in Lindenhorst. Wir haben gerade mit dem Technischen Geschäftsführer von DEW21, Peter Flosbach, gesprochen.

Hier die aktuelle Lage: Vom Sprengmeister bis zu den Kontrolleuren, die den Sicherheitsbereich ablaufen, sind seit 6 Uhr im Einsatz. Das Areal ist bereits abgesperrt. Ebenfalls wichtig: „Alle Sprengladungen sind technisch aufgeschaltet.“ Sie sind elektronisch messbar und werden also auf den entscheidenden Zündimpuls reagieren. DEW21 arbeitet jetzt mit diesem Zeitplan:

  • 9.30 Uhr: Einsatzbesprechung
  • 9.45 Uhr: Fanfaren ertönen als Hinweis auf die bevorstehende Sprengung
  • 9.57 Uhr: Doppelfanfare leitete den 180-Sekunden-Countdown ein
  • 10 Uhr: Sprengung des Turms
  • Acht Sekunden später: Der Turm liegt im Fallbett
  • Anschließend: Spezialisten inspizieren die Baustelle

„Die Voraussetzungen für die Sprengung sind sehr gut. Das Fallbett aus Sand hat die richtige Durchfeuchtung“, sagte Flosbach am Sonntagmorgen. Im Einsatz sind auch spezialisierte Messtechniker. Sie messen die Detonation und die Schwingungen im Erdreich. DEW21 will keine Schäden an Nachbargebäuden anrichten. „Die Messungen sind deshalb sehr wichtig“, so Flosbach.

Vorbericht:

Als die Diplom-Ingenieurin Sabine Schumacher bei Dortmunds Energieversorger DEW21 wieder einmal ein Projekt leitete, konnten die Kunden das Ergebnis riechen. Am Sonntag können sie das Ergebnis ihres aktuellen Projekts erst hören und später auch sehen.

Vor neun Jahren sorgte die 34-jährige Verfahrenstechnikerin dafür, dass der dem Erdgas beigemischte Geruchsstoff „Gasodor S-free“ den Vorgänger ersetzt. „Gasodor S-free“ ist frei von Schwefel, was gut für die Umwelt ist. Am Sonntag lässt es Sabine Schumann um 10.05 Uhr krachen. 98 Sprengladungen sorgen dafür, dass der vor drei Jahren vom Netz genommene Gasspeicher in Lindenhorst aus der Landschaft verschwindet. „Wir bringen gerade die Sprengladungen an“, sagte die Ingenieurin.

Laut Plan sorgt in der ersten Sekunde eine Sprengladung dafür, dass der im Durchmesser 51 Meter lange und bereits durch Handarbeit aufgetrennte Deckel in den Speicher kippt und den 1600 Tonnen Stahl zum Zeitpunkt der zweiten Zündung etwas Nachschub verleiht.

Die zweite Ladung soll zweieinhalb Sekunden später zünden. Sprengmeister Michael Schneider formuliert den Abbruch so: „Wir nehmen eine Fallrichtungssprengung vor. Zuerst sprengen wir die Dachscheibe in den Behälter hinein. Dann wird das Wandsprengmaul gezündet. Danach klappt der ganze Behälter um.“ Ein Fallbett aus Erde fängt den Koloss auf. Ende November landet die letzte Tonne Stahl beim Schrott.

In den Morgenstunden sperrt die Stadt das Areal mit einem 200-Meter-Radius. Wie bei Bombenentschärfungen ist das Ordnungsamt unterwegs, um Passanten aus dem gesperrten Bereich zu führen. Zusätzlich sucht die Feuerwehr das Gelände mit einer eine Drohne ab. Gegen 14 Uhr soll die Baustelle gesichert sein. Voraussichtlich dann können neugierige Dortmunder von der Westerbenstraße aus den 1600 Tonnen schweren Berg aus Stahlschrott besichtigen.

 

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So laufen die Vorbereitungen für die Gasometer-Sprengung

Der fast 60 Jahre alte Gasbehälter in Lindenhorst wird am 18. Oktober gesprengt. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits. Wir zeigen, wie es aktuell aussieht.
01.10.2015
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Das Gasometer soll am 18. Oktober gesprengt werden. Die Vorbereitungen laufen bereits.© Foto: Dieter Menne
Das Gasometer soll am 18. Oktober gesprengt werden. Die Vorbereitungen laufen bereits.© Foto: Dieter Menne
Das Gasometer soll am 18. Oktober gesprengt werden. Die Vorbereitungen laufen bereits.© Foto: Dieter Menne
Das Gasometer soll am 18. Oktober gesprengt werden. Die Vorbereitungen laufen bereits.© Foto: Dieter Menne
Das Gasometer soll am 18. Oktober gesprengt werden. Die Vorbereitungen laufen bereits.© Foto: Dieter Menne
Das Gasometer soll am 18. Oktober gesprengt werden. Die Vorbereitungen laufen bereits.© Foto: Dieter Menne
Das Gasometer soll am 18. Oktober gesprengt werden. Die Vorbereitungen laufen bereits.© Foto: Dieter Menne
Das Gasometer soll am 18. Oktober gesprengt werden. Die Vorbereitungen laufen bereits.© Foto: Dieter Menne
Das Gasometer soll am 18. Oktober gesprengt werden. Die Vorbereitungen laufen bereits.© Foto: Dieter Menne
Das Gasometer soll am 18. Oktober gesprengt werden. Die Vorbereitungen laufen bereits.© Foto: Dieter Menne
Das Gasometer soll am 18. Oktober gesprengt werden. Die Vorbereitungen laufen bereits.© Foto: Dieter Menne
Das Gasometer soll am 18. Oktober gesprengt werden. Die Vorbereitungen laufen bereits.© Foto: Dieter Menne
Das Gasometer soll am 18. Oktober gesprengt werden. Die Vorbereitungen laufen bereits.© Foto: Dieter Menne
Das Gasometer soll am 18. Oktober gesprengt werden. Die Vorbereitungen laufen bereits.© Foto: Dieter Menne
Das Gasometer soll am 18. Oktober gesprengt werden. Die Vorbereitungen laufen bereits.© Foto: Dieter Menne
Das Gasometer soll am 18. Oktober gesprengt werden. Die Vorbereitungen laufen bereits.© Foto: Dieter Menne
Das Gasometer soll am 18. Oktober gesprengt werden. Die Vorbereitungen laufen bereits.© Foto: Dieter Menne
Das Gasometer soll am 18. Oktober gesprengt werden. Die Vorbereitungen laufen bereits.© Foto: Dieter Menne
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Hier können Sie den Gasometer jetzt schon verschwinden lassen:

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Hier steht der Gasometer:

mit dpa-Material

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