So war das Konzert von Interpol im FZW

Schnellkritik

Melancholie im musikalischen Gewand von Wave- und Postpunk-Klängen war am Montagabend im FZW zu Hause. Die US-Indierock-Band Interpol stand auf der Bühne und lieferte den bittersüßen Retro-Soundtrack zu einem Leben zwischen dunklen Wolken ab. Hier lesen Sie unsere Schnellkritik.

DORTMUND

, 18.08.2015, 10:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Interpol sind am Montagabend im FZW aufgetreten.

Interpol sind am Montagabend im FZW aufgetreten.

Schwere Kost aus wunderschöner lyrischer Tristesse und verträumten Tönen: Interpol klingen wie ein postmoderner Hybrid aus The Smiths und Joy Division. Sänger und Gitarrist Paul Banks und seine Mannen stehen im gleißenden Licht auf der Bühne, spielen Musik, die sich in den besten Momenten als nicht greifbar versteht. Verweigerungshaltung gegenüber klassischen Hooklines und Gitarrenriffs, die eigentlich keine sind, stehen auf dem Programm.

So hat es uns gefallen:

Banks & Co. halten für die Fans im FZW eine Art Best-Of-Setlist bereit. Da ist alles drauf, was die Amerikaner in den letzten Jahren an Indie-Hits hervorgebracht haben. Gleich zu Beginn dreht man richtig auf: „Say Hello to the Angels“ ist als Opener des Abends großartig, „Evil“ gibt es gleich hinterher und spätestens, wenn die Basslinie den Übersong „Rest My Chemistry“ einleitet, herrscht im Publikum kollektive Glückseligkeit. Allerdings kommt die Band ziemlich bewegungsarm rüber, Raum für Überraschungen oder echte Ansagen sind im Programm nicht vorgesehen. Und „Slow Hands“ steckt natürlich– und das sollte niemanden überraschen – in den Zugaben.

So hat es dem Publikum gefallen:

Nadine (40) aus Dortmund: „Ich finde es ein bisschen schade, dass die Band so lustlos ihre Hits runterspielt. Denn eigentlich sind die Songs ziemlich geil.“

Helge (40) aus Dortmund: „Ich bin total irritiert: Live habe ich Interpol schon viel besser erlebt.“

Steffen (39) aus Dortmund: „Tolle Band, tolle Songs. Aber irgendwie packt mich das diesmal nicht so.“

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