So war das Kortländer-Straßenfest

Zum ersten Mal

Freunde treffen, Musik hören und ungewöhnliche Leckereien probieren – das erste Kortländer-Straßenfest konnte überzeugen. Doch sollte eine Neuauflage im nächsten Jahr geplant sein, wünschen sich einige Besucher ein paar Veränderungen. Dazu gehört auch, dass die Nachbarschaft stärker miteinbezogen wird.

BOCHUM

, 09.08.2015, 11:59 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eigentlich ist der Name nicht ganz richtig gewählt, denn auf der Straße „Am Kortländer“ fand das Fest nicht statt. Dafür aber direkt nebenan auf den ersten Metern der Herner Straße. Hier hat sich in den letzten Jahren zwischen Kugelpudel, Café Eden und der Trinkhalle ein Viertel entwickelt, dass schon ein wenig an den Prenzlauer Berg in Berlin erinnert.

Entsprechend ist dann auch das erste Straßenfest des Viertels: Jung und hipp, alternativ und offen für alle. Ein bisschen Flohmarkt, ein bisschen Party und ein gastronomisches Angebot, das mit veganem Essen und zahlreichen internationalen Spezialitäten zu äußerst günstigen Preisen einen Gegenpol zu „Bochum kulinarisch“ bildete.

„Ich finde es schön, dass es nicht so durchgestylt ist und eher zusammengewürfelt wirkt“, sagt eine Besucherin, die sich gemeinsam mit Freunden das kleine Fest anschaut. Sie hätte sich jedoch eine andere Aufstellung der Musikinseln gewünscht: „In der Mitte hört man die elektronische Musik des einen und die Live-Musik von der Bühne. Das macht auf Dauer schon ein bisschen wahnsinnig.“

Leichte Kritik

Leichte Kritik wird auch an den Besuchern selbst laut: „Es sind ja immer die gleichen 300 bis 400 Bochumer, die sie zu solchen Veranstaltungen gehen“, sagt ein Passant: „Ich hätte schon vorher sagen können, wen man hier alles trifft.“ Das sei zwar vollkommen in Ordnung, weil das Straßenfest dadurch familiär wirke, andererseits zeige das, dass es nicht gelungen sei, das Viertel richtig zu aktivieren. „Die meisten Besucher hier auf dem Fest wohnen doch oben im Ehrenfeld oder rund um die Alsenstraße“, sagt er.

Dabei habe das Fest Potential: „Für die erste Auflage kann man aber zufrieden sein“, sagt der Besucher, der spontan mit seiner Freundin in die Herner Straße gekommen ist. Seine Einschätzung teilen viele – und würden sich daher auch über eine Neuauflage im nächsten Jahr freuen. Benjamin Hahn

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