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So werden 2927 Orgelpfeifen instandgesetzt

Schuke-Orgel

Die Schuke-Orgel in der evangelischen Bartholomäuskirche Lütgendortmund ist verstummt. Und das für die nächsten acht bis neun Wochen. Denn so lange dauert es, bis die Orgel generalüberholt ist. Wir haben uns die 2927 Pfeifen der Orgel angeschaut.

LÜTGENDORTMUND

von Von Beate Dönnewald

, 18.01.2013
So werden 2927 Orgelpfeifen instandgesetzt

Seit Anfang Januar sanieren Carsten Müller (oben r.) und Rolf Pietrusky die Schuke-Orgel in der Bartholomäus-Kirche.

Anfang Januar haben die Potsdamer Orgelbauer Carsten Müller und Rolf Pietrusky der Alexander Schuke GmbH damit begonnen, die mittelgroße Kirchenorgel in ihre Einzelteile zu zerlegen, zu reparieren, zu reinigen und Materialien auszutauschen.  

 Zum ersten und bislang einzigen Mal ist das Musikinstrument 1994 in den Genuss einer Generalüberholung gekommen. „Eine Orgel-Pflege erfolgt hingegen jährlich, und bei Bedarf stimmen wir dann das Instrument auch nach“, erklärt Orgelbauer Carsten Müller, der bereits zum dritten Mal in der Bartholomäuskirche im Einsatz ist.  

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

In Lütgendortmund wird die Orgel erneuert

Fast 3000 Orgelpfeifen werden in der Bartholomäuskirche in Lütgendortmund instand gesetzt. Eindrücke von den Arbeiten.
18.01.2013
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In der evangelischen Bartholomäus-Kirche ist die Orgel verstummt. Das Instrument wird seit einigen Tagen in instandgesetzt.© Foto: Stephan Schütze
In der evangelischen Bartholomäus-Kirche ist die Orgel verstummt. Das Instrument wird seit einigen Tagen in instandgesetzt.© Foto: Stephan Schütze
In der evangelischen Bartholomäus-Kirche ist die Orgel verstummt. Das Instrument wird seit einigen Tagen in instandgesetzt.© Foto: Stephan Schütze
In der evangelischen Bartholomäus-Kirche ist die Orgel verstummt. Das Instrument wird seit einigen Tagen in instandgesetzt.© Foto: Stephan Schütze
In der evangelischen Bartholomäus-Kirche ist die Orgel verstummt. Das Instrument wird seit einigen Tagen in instandgesetzt.© Foto: Stephan Schütze
In der evangelischen Bartholomäus-Kirche ist die Orgel verstummt. Das Instrument wird seit einigen Tagen in instandgesetzt.© Foto: Stephan Schütze
In der evangelischen Bartholomäus-Kirche ist die Orgel verstummt. Das Instrument wird seit einigen Tagen in instandgesetzt.© Foto: Stephan Schütze
16.01.2013 Dortmund Luedo - Orgelsanierung Bartholomaeuskirche Westricherstr mit Hannelore Heinsen -
Copyright Stephan Schuetze© Foto: Stephan Schütze
In der evangelischen Bartholomäus-Kirche ist die Orgel verstummt. Das Instrument wird seit einigen Tagen in instandgesetzt.© Foto: Stephan Schütze
In der evangelischen Bartholomäus-Kirche ist die Orgel verstummt. Das Instrument wird seit einigen Tagen in instandgesetzt.© Foto: Stephan Schütze
In der evangelischen Bartholomäus-Kirche ist die Orgel verstummt. Das Instrument wird seit einigen Tagen in instandgesetzt.© Foto: Stephan Schütze
16.01.2013 Dortmund Luedo - Orgelsanierung Bartholomaeuskirche Westricherstr mit Hannelore Heinsen -
Copyright Stephan Schuetze© Foto: Stephan Schütze
In der evangelischen Bartholomäus-Kirche ist die Orgel verstummt. Das Instrument wird seit einigen Tagen in instandgesetzt.© Foto: Stephan Schütze
In der evangelischen Bartholomäus-Kirche ist die Orgel verstummt. Das Instrument wird seit einigen Tagen in instandgesetzt.© Foto: Stephan Schütze
In der evangelischen Bartholomäus-Kirche ist die Orgel verstummt. Das Instrument wird seit einigen Tagen in instandgesetzt.© Foto: Stephan Schütze
In der evangelischen Bartholomäus-Kirche ist die Orgel verstummt. Das Instrument wird seit einigen Tagen in instandgesetzt.© Foto: Stephan Schütze
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Nach der Renovierung des Dachstuhls und dem Einbau der neuen Glocken im vergangenen Jahr war die Generalinstandsetzung, die stolze 89 000 Euro kostet, dringend nötig geworden. „Die Orgel hat unter den Bauarbeiten sehr gelitten, obwohl wir sie von Januar bis April eingehaust hatten“, berichtet Kreiskantorin Hannelore Heinsen.

 Doch nicht nur dem Staub und Dreck geht es an den Kragen. „Die Registerzuganlage wurde immer unzuverlässiger, so dass wir die Orgelelektrik komplett austauschen müssen“, so Carsten Müller. „Die Technik entspricht nicht mehr dem heutigen Standard, Ersatzteile gibt es dafür nicht mehr“, erklärt der Experte, der als Pfarrerssohn schon in früher Kindheit mit dem „Orgel-Virus“ infiziert wurde.  Auch kleinere Reparaturen, die sich erst nach und nach offenbaren, gehören zum Orgel-Lifting. Wie etwa ein durchgescheuertes Lederstück am Blasebalg, das Rolf Pietrusky gerade austauscht. Im Pfeifenwerk macht sich der Verschleiß ebenfalls bemerkbar. Einige Pfeifen sind verbogen oder haben Dellen.

 Gerne beantwortet Carsten Müller in diesem Zusammenhang die in seinen Augen völlig unwichtige Frage nach der Anzahl der Pfeifen: „Die ist völlig egal, Hauptsache es sind alle da. Aber wir haben extra noch einmal nachgezählt. Diese Orgel hat 2927 Pfeifen. Aus Holz, Kupfer und Orgelmetall, einem Gemisch aus Blei und Zinn“, verrät er. Einen Großteil der Pfeifen haben die Orgelbauer bereits ausgebaut. Sie liegen auf dem Boden der Kirchen-Empore, lehnen an der Wand oder baumeln von der Decke.  Sobald das instrumentale „Riesenpuzzel“ wieder zusammengesetzt ist, folgt mit der Intonation der letzte Arbeitsschritt, auf den sich Hannelore Heinsen besonders freut. „Ich bin mir sicher, dass wir klanglich noch etwas zaubern können.“ 

Infos zu der Orgel
Eingeweiht wurde die Schuke-Kirchenorgel im Advent 1976. Eine „schöne Summe“ habe die neue Orgel kostet, steht in der Gemeinde-Chronik.

Orgelbauer Carsten Müller schätzt sie auf 800 000 bis 1 Millionen Mark. Die Finanzierung der Orgel-Generalinstandsetzung muss die Christus-Gemeinde stemmen.

Dafür werden noch weitere Orgel-Paten gesucht, die sich bei Kreiskantorin Hannelore Heinsen unter Tel. (0231) 9 63 20 81 und im Pfarrbüro unter Tel. (0231) 63 24 16 melden können.

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