So wird die Kokerei Hansa zum Familien-Revier

Kreative Workshops

Wenn schon Welterbe - dann nicht ohne die Jüngsten. In der Veranstaltungsreihe "Wir wollen Welterbe" setzen die Stiftung Industriedenkmalpflege und das Hansa Revier Huckarde jetzt einen neuen Schwerpunkt.

HUCKARDE

, 05.04.2017, 18:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stellten den neuen Schwerpunkt in der Reihe „Wir wollen Welterbe“ vor (v.l.): Dr. Marita Pfeiffer, Simone Sonnentag, Frank Führer, Bezirksbürgermeister Harald Hudy und Gerhard Hendler vom Förderverein Kokerei Hansa.

Stellten den neuen Schwerpunkt in der Reihe „Wir wollen Welterbe“ vor (v.l.): Dr. Marita Pfeiffer, Simone Sonnentag, Frank Führer, Bezirksbürgermeister Harald Hudy und Gerhard Hendler vom Förderverein Kokerei Hansa.

Bis zum Jahresende wartet vor allem auf die Sech- bis Zwölfjährigen eine Vielzahl von Veranstaltungen – allesamt kostenlos. In den Ferien sollen die Schulkinder das Industriedenkmal erobern. Gemeinsam mit der Kunst- und Museumspädagogin Simone Sonnentag entwickelten die Verantwortlichen der Stiftung ein Konzept, das das Industriedenkmal und seine Geschichte mit einbezieht.

„Wir haben gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Schulen gemacht“, sagt Dr. Marita Pfeiffer von der Stiftung. Darauf setzt das neue Angebot auch. Im Fokus dabei zunächst die Familien des Stadtbezirks. „Wir müssen noch ein dickes Brett bohren, bis die Menschen die Kokerei als Freizeitort betrachten“, sagt Frank Führer vom Stadtbezirksmarketing. „Wenn ein Denkmal im Stadtteil angenommen ist, können auch die Touristen kommen“, betont Marita Pfeifer.

"Kinder führen Kinder – Ei Ei Ei"

Das neue Programm startet bereits in den beiden Osterferienwochen. „Kinder führen Kinder – Ei Ei Ei“, heißt ein Kreativworkshop für Schüler ab acht Jahren am Dienstag (11. 4.) und Mittwoch (12. 4.). Ausgangspunkt ist ein Rundgang, bei dem sie alles Wissenswerte über das Industriedenkmal erfahren. In einem zweiten Schritt entwickeln die angehenden Experten eine Rallyeführung mit Rätseln, Basteleien und Aufgaben.

Damit werden sie selbst zu Museumspädagogen, die die Kokerei erklären können. „Wir haben noch einige freie Plätze“, sagt Simone Sonnentag. „Und wenn die Teilnehmer Zeit und Lust haben, könnten sie in der Woche nach Ostern an einem Tag gleich eine kurze Führung anbieten.“

"Koker-Ei"

Denn vom 18. bis 21. April (Dienstag bis Freitag) findet bereits der zweite Ferienworkshop statt. Titel: „Koker-Ei“. Mit kleinen Aufgaben und Spielen begeben sich die Sechs- bis Zwölfjährigen auf dem Gelände auf „Eiersuche“. Inspiriert von diesen Eindrücken gestalten sie aus vielfältigen Materialien Kunstwerke.

Kunst wird auch in den Sommerferien vom 8. bis 11. August (Dienstag bis Freitag) großgeschrieben. „Schicht für Schicht“ heißt der Workshop, bei dem die Teilnehmer neben dem Alltag auf der Kokerei auch Bilder berühmter Künstler kennenlernen.

„Friedensreich Hundertwasser hat viel mit Türmen gemacht und sie neu interpretiert“, sagt Simone Sonnentag. Die Kokerei habe auch Türme, die die Kinder entdecken und in Kunstwerken abbilden. „So wird aus etwas Altem etwas Neues.“

"Lichterzauber"

Im Anschluss sind die Meisterwerke in einer Ausstellung in der ehemaligen Waschkaue zu sehen. „Lichterzauber“ ist der Workshop in der ersten Herbstferienwoche vom 24. bis 27. Oktober (Dienstag bis Freitag) überschrieben. Auch hier bildet eine Reise in die Vergangenheit der Industrieanlage die Grundlage für spätere Atelierarbeiten.

Damit nicht genug: „Kokerei macht Familientag“ heißt es am 17. September, 8. Oktober, 12. November und 3. Dezember. Jeweils ab 14 Uhr gibt es an den Sonntagen für Familien mit Kindern ab vier Jahren Kreativangebote, einen Überraschungs-Kinofilm, eine Kinderdisco und Familien-Kurzführungen über das Kokereigelände. Ein Kennenlernen des möglichen künftigen Welterbes. 

Die Ferienworkshops sind auf 15 Teilnehmer begrenzt. Anmeldungen sind deswegen erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.  Weitere Informationen und Anmeldungen unter Tel. 931 122 33 oder .