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So wirken sich die Sparkassen-Änderungen auf den Süden aus

SB-Standorte

16 Sparkassen-Filialen sollen in ganz Dortmund zu Selbstbedienungs-Standorten umgewandelt werden. Bedeutet: Keine persönliche Kundenberatung, lediglich Automaten und Maschinen. Wie sich die Veränderungen bei der Sparkasse auf den Dortmunder Süden auswirken, lesen Sie hier.

HOLZEN

, 25.03.2016 / Lesedauer: 3 min
So wirken sich die Sparkassen-Änderungen auf den Süden aus

Zum 1. Januar 2017 wird es an der Vorhölter Straße in Holzen nur noch einen Selbstbedienungs-Standort geben.

Es seien keine Schließungen, sondern Umwandlungen. Gemeint sind die Filialen, die bald keine persönliche Beratung mehr vor Ort anbieten, sondern lediglich aus Geräten bestehen – Selbstbedienungs-Standorte eben. Das teilten Jeanette Miksch und Sandra Eull (beide Sparkasse) auf einem Pressetermin mit.

Das verändert sich:

Im Stadtbezirk Hörde sind davon drei Standorte betroffen. Hörde-Süd (Wellinghofer Straße), Benninghofen (Benninghofer Straße 165) und Holzen (Vorhölterstraße 17). Wobei Holzen einer der Standorte ist, der bei der kommunalen Politik große Verwunderung auslöst.

Zum 1.1.2017 soll es soweit sein. Dann ist die Umwandlung zu einem SB-Standort abgeschlossen. Die nächste persönliche Sparkassen-Beratung gibt es dann auf dem Höchsten. Für viele Sparkassen-Kunden in den Bereichen Syburg, Buchholz und eben Holzen ist es nicht nur eine Umwandlung, sondern eine gefühlte Schließung.

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Das sagt die Ortsunion Holzen-Höchsten-Syburg:

„Wir würden uns wünschen, dass die Sparkasse sich die Umwandlung bei der Holzener Filiale noch einmal überlegt“, sagt Friedrich-Wilhelm Weber , Ratsmitglied der CDU und Vorsitzender der Ortsunion Holzen-Höchsten-Syburg.

„Ich denke, ein Leitbild der Sparkasse ist die Nähe zum Kunden. Und ich glaube, dass sie es jetzt ein Stück weit aufgibt“, sagt Weber. Gleich zwei Probleme sieht der Unionspolitiker, wenn die Beratung in der Holzener Filiale zu Beginn des nächsten Jahres weg fällt.

Da ist einmal die Entfernung zur nächstgelegenen Filiale auf dem Höchsten. „Für die Bürger aus Syburg und Buchholz bedeutet das schon recht weite Wege“, sagt Weber.

Und dann käme noch hinzu, „dass gerade Syburg und auch Holzen einen überdurchschnittlich hohen Seniorenanteil haben“, sagt der Unionspolitiker. Eigentlich müsse man so etwas auch berücksichtigen bei der Auswahl der Filialen, die in SB-Stationen umgewandelt werden. „Wir liegen hier 10 Prozent über dem städtischen Durchschnitt.“ Ob sich an der Umwandlung der Holzener Filiale noch etwas ändern lässt, ist fraglich.

So argumentiert die Sparkasse:

Es sei das veränderte Kundenverhalten, das die Sparkasse zum Handeln zwinge, sagt Jeanette Miksch: „Die Nachfrage nach persönlicher Beratung ist aufgrund des Online-Bankings extrem gesunken.“

Dass diese aber durchaus noch eine Rolle spielt, sieht man an der Höchstener Filiale. Die wird 2018 in den neuen Geschäftskomplex an der Wittbräucker Straße ziehen. Hier wird im Stadtbezirk, neben Hörde, ein zweites großes Beratungscenter entstehen. „Mit mehr Kompetenz vor Ort“, sagt Miksch. Für die Kunden, die in Buchholz und Syburg wohnen, nicht unbedingt tröstlich. 

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