Solaranlagen auf Schuldächern: Keine Resonanz nach Ausschreibung

WITTEN Auf den Dächern der Wittener Schulen und anderer öffentlicher Gebäude liegen nur Dachpfannen. Dabei könnten diese Dächer nicht nur bares Geld, sondern auch eine Menge umweltfreundlichen Strom einbringen, wenn man Solaranlagen installieren würde. Eine städtische Ausschreibung brachte keine Resonanz.

31.01.2009, 08:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf die Ausschreibung der Stadt meldete sich niemand.

Auf die Ausschreibung der Stadt meldete sich niemand.

„Die Resonanz war gleich Null. Es hat nicht einmal Anfragen gegeben“, ist Stadtbaurat Markus Bradtke jetzt enttäuscht. Er hatte fest damit gerechnet, dass sich angesichts der Klimadebatte und den Einspeisungsvergütungen für Strom aus Solaranlagen Interessenten melden würden. Einige Tausend Quadratmeter Dachfläche wären zusammengekommen, alle in vorteilhafter Südausrichtung und in gutem baulichen Zustand. „Mit der Pacht wollten wir nicht verdienen. Die soll so moderat sein, dass Betreiber durchaus noch etwas von solchen Anlagen haben“, sagt Bradtke. Das mangelnde Interesse kann er sich nur mit der jetzt gekürzten Einspeisungsvergütung erklären.

Wer mit einer rund 300 Quadratmeter großen Anlage jährlich etwa 27 000 Kilowattstunden Strom erzeugt, bekommt 43,01 Cent pro Kilowattstunde, im letzten Jahr waren es noch 46,75 Cent. Man bekommt also statt rund 12 600 Euro nur noch 11 600 Euro. Kosten gesenkt „Die Kosten für die Anlagen wurden von den Herstellern jedoch gesenkt. Für den Unternehmer ändert sich also nichts“, erläutert Bradtke, der jetzt doch mit immerhin zwei Interessenten verhandelt.

Die haben sich allerdings nicht wegen der Ausschreibung gemeldet. Demnächst will man sich gemeinsam die Gebäude ansehen. Ob es dann tatsächlich zum Bau von Solaranlagen kommt, bleibt abzuwarten. Die Dächer der Otto-Schott-Realschule und des Martmöller-Gymnasiums jedenfalls bekommen in den nächsten Monaten Solaranlagen. Dafür konnten die Stadtwerke als Betreiber gewonnen werden.