Solarpark auf dem Deusenberg ist fast fertig

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Die letzten Kabel werden verlegt. Nur noch ein paar Handgriffe und letzte Arbeiten, dann ist der Solarpark auf dem Deusenberg fertig. Wenn der Park Ende März ans Netz geht, soll hier Strom für bis zu 1000 Haushalte erzeugt werden.

Deusen

, 14.03.2017 / Lesedauer: 3 min
Solarpark auf dem Deusenberg ist fast fertig

Dieter Röttger ist Geschäftsführer der Firma Entegro, die die 40.000 Quadratmeter große Flächensolaranlage auf dem Deusenberg baut.

12.725 Solarmodule schimmern silbrig in der Frühlingssonne. Noch verlegen Arbeiter dicke Alukabel in Gräben, doch schon Ende des Monats soll der Solarpark auf dem Deusenberg ans Netz gehen.

„Die Anlage gilt nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz bereits jetzt als betriebsbereit“, sagt Dieter Röttger, Geschäftsführer von Entegro Photovoltaik-Systeme. Das Fröndenberger Unternehmen errichtet die Anlage. Im November begannen die Bauarbeiten auf dem vier Hektar großen Plateau. „Das ging recht schnell. Die Lieferzeit der Mittelspannungstechnik hat dann aber drei Monate gedauert.“ Jetzt stehen die drei Trafohäuschen neben den langen Solarpaneelen. „Die Trafostationen werden individuell für jedes Projekt gebaut“, erklärt Röttger.

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So sieht der Solarpark auf dem Deusenberg aus

So sieht der Solarpark auf dem Deusenberg aus
14.03.2017
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Auf dem Deusenberg entsteht ein Solarpark. Er ist fast fertig und soll Ende März ans Netz gehen.© Foto: Stephan Schütze
Auf dem Deusenberg entsteht ein Solarpark. Er ist fast fertig und soll Ende März ans Netz gehen.© Foto: Stephan Schütze
Auf dem Deusenberg entsteht ein Solarpark. Er ist fast fertig und soll Ende März ans Netz gehen.© Foto: Stephan Schütze
Auf dem Deusenberg entsteht ein Solarpark. Er ist fast fertig und soll Ende März ans Netz gehen.© Foto: Stephan Schütze
Auf dem Deusenberg entsteht ein Solarpark. Er ist fast fertig und soll Ende März ans Netz gehen.© Foto: Stephan Schütze
Auf dem Deusenberg entsteht ein Solarpark. Er ist fast fertig und soll Ende März ans Netz gehen.© Foto: Stephan Schütze
Auf dem Deusenberg entsteht ein Solarpark. Er ist fast fertig und soll Ende März ans Netz gehen.© Foto: Stephan Schütze
Auf dem Deusenberg entsteht ein Solarpark. Er ist fast fertig und soll Ende März ans Netz gehen.© Foto: Stephan Schütze
Auf dem Deusenberg entsteht ein Solarpark. Er ist fast fertig und soll Ende März ans Netz gehen.© Foto: Stephan Schütze
Auf dem Deusenberg entsteht ein Solarpark. Er ist fast fertig und soll Ende März ans Netz gehen.© Foto: Stephan Schütze
Auf dem Deusenberg entsteht ein Solarpark. Er ist fast fertig und soll Ende März ans Netz gehen.© Foto: Stephan Schütze
Auf dem Deusenberg entsteht ein Solarpark. Er ist fast fertig und soll Ende März ans Netz gehen.© Foto: Stephan Schütze
Auf dem Deusenberg entsteht ein Solarpark. Er ist fast fertig und soll Ende März ans Netz gehen.© Foto: Stephan Schütze
Auf dem Deusenberg entsteht ein Solarpark. Er ist fast fertig und soll Ende März ans Netz gehen.© Foto: Stephan Schütze
Schlagworte Dortmund, Deusen

1000 Meter Kabel am Tag

Während der Ingenieur unsere Redaktion über die Anlage führt, graben sich zwei Bagger von unten und oben in den Hang der ehemaligen Mülldeponie. Der rund 80 Zentimeter breite und ebenso tiefe Schacht nimmt in wenigen Tagen die Kabel auf, die im Schalthaus an der Lindberghstraße den Solarpark an das 10kV-Netz der DONetz anbinden. Handarbeit oben auf dem Plateau: Sieben Arbeiter ziehen armdicke Alukabel von mannshohen Rollen in Gräben, die von den Solarfeldern zu den Trafostationen führen – 1000 Meter Kabel pro Tag, fünf Kilometer insgesamt. „Die Kabelverlegung machen wir in Eigenregie“, sagt Dieter Röttger. Erdaushub und Anschlussarbeiten erledigen Auftragsunternehmen.

13 Sattelschlepper waren für die Anlieferung der Paneele notwendig, sieben weitere für die Montagesysteme. Zwei LKW lieferten die Gleichrichter an, PKW mit Anhängern die Kabelrollen. Der Transport über die einspurigen Versorgungswege auf das 50 Meter hohe Plateau war eine Herausforderung: „Wir hatten Bedenken, ob das klappt, aber es hat geklappt“, erklärt Röttger.

Strom für 1000 Haushalte

Wenn die Anlage in einigen Tagen ans Netz geht, versorgen die Solarmodule mit einer Fläche von 20.000 Quadratmetern bis zu 1000 Haushalte mit Strom. 8,5 Cent kostet die auf dem Landschaftsdach des Dortmunder Westens produzierte Kilowattstunde regenerative Energie. „Damit sind wir auf Augenhöhe mit konventionellen Energieträgern“, betont der Entegro-Geschäftsführer.

Ein Zaun und eine Alarmanlage sichern das Solarkraftwerk. Das ist notwendig, denn die Freizeitflächen drum herum bleiben weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich. Das erfreut Mountainbiker auf der benachbarten Arena sowie Fußgänger und Radfahrer, die den Deusenberg für die Naherholung schätzen. Oder auch Paraglider: „Ein Paradies“, sagt Darko. Gemeinsam mit Freund Tim nutzt er die frühlingshafte Thermik und den frischen Westwind für Bodenübungen. „Seit sechs Jahren kennen wir den Berg“, berichtet Tim. „Er ist ideal. Wenn die Anlage oben so bleibt wie jetzt, stört sie uns nicht“, sagt Darko.

Ortstermine mit Politikern

„Die Besucher können weiterhin auf allen Seiten in die Landschaft gucken“, betont Dieter Röttger. Den Sportlern versichert er, dass alle Baumaßnahmen gutachterlich abgesichert seien und die Isolierung der ehemaligen Deponiefläche nicht beschädigt wurde. Der Firmeninhaber berichtet von Ortsterminen mit örtlichen Politikern, bei denen aus seiner Sicht verbreitete Bedenken gegen die Anlage ausgeräumt wurden.

Kaan Eker, Fraktionssprecher der Grünen in der Bezirksvertretung, besuchte mit Ratsmitglied Ulla Hawighorst kürzlich die Baustelle. Seit 2014 habe sich die Partei für die Photovoltaikanlage auf dem Deusenberg eingesetzt, schreibt Eker in einer Pressemitteilung. „Es ist ein Schritt in die Zukunft für ganz Huckarde und ich denke, dass nun alle mit der PV-Anlage ihren Frieden geschlossen haben.“

Erbauer der Freiflächen-Photovoltaikanlage ist die Firma Entegro. Der Solarpark auf dem
Deusenberg ist die fünfte Flächenanlage, die das Unternehmen errichtet. Die Kosten für das Sonnenkraftwerk belaufen sich auf rund 3,6 Millionen Euro. Der Verein Renergie Ruhr-Hellweg vermarktet die Solarflächen an Privatinvestoren. Nach 14 Jahren sollen sich die Investitionen refinanzieren.

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