Strengere Maßnahmen für Privatfeiern: Reaktion auf steigende Corona-Fallzahlen

Coronavirus

Die Infektionszahlen in NRW sind rasant in die Höhe gestiegen. In einer Sondersitzung hat die Landesregierung strengere Maßnahmen für Privatfeiern erlassen

NRW

11.10.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Armin Laschet hat zu einer Sondersitzung des Landeskabinetts eingeladen.

Armin Laschet stellte heute eine neue Regelung für Privatfeiern vor. Grund dafür sind die steigenden Fallzahlen in ganz NRW. © picture alliance/dpa

Nach einer kurzzeitig einberaumten Sondersitzung des nordrhein-westfälischen Landeskabinetts hat Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) strengere Regelungen für Privatfeiern vorgelegt. In Zukunft sollen nur maximal 50 Gäste an Privatfeiern teilnehmen dürfen, wenn diese in Restaurants oder Gaststätten stattfinden.

Wann genau die neue Regelung in Kraft tritt, nannte Laschet nicht. Ihm zufolge wird sie Teil einer neuen Corona-Verordnung sein, die ihn nächsten Wochen in Kraft treten soll.

„Komplett-Test“ für Alters- und Pflegeheime

Außerdem soll künftig in Alters- und Pflegeheimen „Komplett-Tests“ mit allen Bewohnern und Mitarbeitern gemacht werden, wenn die zugehörige Gemeinde oder Stadt über den kritischen Inzidenzwert von 35 liegt „ Wir wollen alle Kontakte in Alten- und Pflegeeinrichtungen virusfrei halten und die Schwächsten schützen“, meinte Laschet.

Ein Beherbergungsverbot in NRW sieht der Ministerpräsident jedoch weiterhin kritisch. „Wenn ganz viele Orte in Deutschland Risikogebiete sind, ist die Frage, wer darf von wo nach wo reisen, eigentlich eine zweitrangige“, sagte er

Sieben Städte haben 50er-Marke erreicht

Aufgrund schnell steigender Corona-Infektionszahlen gelten in immer mehr NRW-Städten und -Kreisen strengere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie - seit diesem Samstag auch in der Millionenstadt Köln. Nach Angaben des Landeszentrums für Gesundheit (LZG) haben damit inzwischen sieben Städte oder Kreise die Stufe von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen überschritten und gelten als Risikogebiet.

keka/dpa

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