Sondierungsfinale, Bundesligaauftakt, Forderung nach Wildschweinabschuss

Das Morgen-Update

Die Sondierungen der Spitzen von CDU, CSU und SPD dauern rekordverdächtig lang, die Bundesliga startet mit Bayer Leverkusen gegen den FC Bayern München in die Rückrunde. In Dortmund ist eine junge Frau auf einem Spielplatz lebensgefährlich verletzt worden. Der Bauernverband fordert den Abschuss von 70 Prozent der Wildschweine. Hier erfahren Sie, was Sie in der Nacht verpasst haben und was der Tag bringt.

NRW

, 12.01.2018, 08:14 Uhr / Lesedauer: 7 min

Das Wetter:

Neblig und bedeckt ist es heute zunächst - leichter Regen oder Sprühregen fällt, hauptsächlich in der Nordwesthälfte. Zwischen 3 bis 6 Grad wird es etwas kühler als gestern bei schwachem Nordostwind.

Der Verkehr

 

Das ist gestern Abend und in der Nacht passiert

  • Bei einer Attacke am Donnerstagabend ist eine Frau lebensgefährlich verletzt worden. Die 20-Jährige sei auf einem Spielplatz im Nordwesten von Dortmund mit schweren Kopfverletzungen gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen. Es habe Lebensgefahr bestanden. Ein Tatverdächtiger sei in der Nähe festgenommen worden.

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  • Der Film „Aus dem Nichts“ des Hamburger Regisseurs Fatih Akin hat in Hollywood einen weiteren Preis gewonnen. Bei der Verleihung der Critics‘ Choice Awards in der heutigen Nacht wurde das NSU-Drama zum besten nicht-englischsprachigen Film gekürt. Es setzte sich in dieser Sparte unter anderem gegen die schwedische Satire „The Square“, das französische Aids-Aktivisten-Drama „120 BPM“ und das Kambodscha-Kriegsdrama „First They Killed My Father“ von Regisseurin Angelina Jolie durch.
  • Facebook-Nutzer werden künftig prominenter Beiträge von Freunden und Familie statt von Unternehmen, Medien und politischen Gruppen zu sehen bekommen. Damit solle das weltgrößte Online-Netzwerk wieder stärker auf das ursprüngliche Ziel ausgerichtet werden, persönliche Verbindungen zu ermöglichen, schrieb Mark Zuckerberg in einem Facebook-Beitrag in der heutigen Nacht.
  • Die Parteispitzen von CDU, CSU und SPD haben nach rekordverdächtiger Dauer von knapp 24 Stunden einen Durchbruch bei den Sondierungsgesprächen erzielt. Die ersten Unterhändler waren am Donnerstagmorgen gegen 8.00 Uhr im Willy-Brandt-Haus eingetroffen, der SPD-Zentrale in Berlin. Die Parteichefs, Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Martin Schulz (SPD) und Horst Seehofer (CSU), hatten ihre Arbeit gegen 9.30 Uhr aufgenommen. Die ganze Nacht durch war hart verhandelt worden. Ergebnis: Die Spitzen wollen ihren Parteien die Aufnahme von offiziellen Koalitionsverhandlungen empfehlen.

  • Zur Vorbeugung der sich in Osteuropa ausbreitenden Afrikanischen Schweinepest fordert der Bauernverband den Abschuss von 70 Prozent der Wildschweine in Deutschland. Der Vizepräsident des Bauernverbandes, Werner Schwarz, sagte heute der „Rheinischen Post“, dafür müsse auch die Tötung von Muttertieren und Frischlingen erlaubt werden. Er gab zu, dass der massenhafte Anbau von Mais für Biogasanlagen dazu geführt habe, dass Wildschweine mehr Nahrung und Verstecke fänden. Zugleich betonte Schwarz, das Tierleid bei einer Jagd sei deutlich geringer als durch die Pest.
  • Ein Erdbeben der Stärke 6 hat eine abgelegene Region in der Mitte Myanmars erschüttert. Das Beben heute am frühen Morgen ereignete sich rund 40 Kilometer westlich der Stadt Pyu, wie die US-Erdbebenwarte USGS meldete. Es gab zunächst keine Berichte über Schäden oder Verletzte. Die Erbebenregion ist jeweils 150 Kilometer von der Metropole Rangun und der Hauptstadt Naypyidaw entfernt.
  • In Japan sind erneut 92.000 Hühner wegen eines Vogelgrippe-Ausbruchs getötet worden. Einsatzkräfte keulten die Tiere auf einer Geflügelfarm in Sanuki in der Provinz Kagawa, nachdem ein besonders ansteckender H5-Typ auf dem Hof nachgewiesen worden war, wie Medien heute berichteten. Es ist der erste Fall von Vogelgrippe in Japan in diesem Winter. Rund ein Jahr zuvor hatte es auf Gehöften in gleich mehreren Provinzen des Landes Fälle von Vogelgrippe gegeben. Hunderttausende Hühner wurden dort gekeult.
  • Weil ihr Zug in gewaltigen Schneemassen stecken blieb, haben rund 600 Fahrgäste in Japan die Nacht im Abteil verbracht. Fünf von ihnen wurde unwohl, ein Mann musste in eine Klinik gebracht werden, wie Einsatzkräfte heute bekanntgaben. Seit Tagen werden weite Teile Japans von heftigen Schneestürme erfasst. Der öffentliche Verkehr wurde teils massiv behindert. Die am Japan-Meer gestrandeten Fahrgäste in der stets schneereichen Provinz Niigata hatten Glück im Unglück: Licht und Heizung funktionierten einwandfrei, hieß es.
  • Gefährliche Verfolgungsjagd im südlichen Harz: Ein Autofahrer ist mit seinem Geländewagen in der heutigen Nacht vor einer Polizeistreife davongerast, teilweise mit mehr als 250 Kilometern pro Stunde. Ungefähr eine halbe Stunde blieben die Beamten an dem Flüchtenden dran, wie die Polizei mitteilte. Der Mann raste durch mehrere Orte im niedersächsischen Landkreis Osterode am Harz und auch kurz durch den thüringischen Landkreis Eichsfeld. Schließlich entwischte er der Polizei. Nun sucht sie nach dem silbernen Geländewagen und seinem Fahrer. Die Beamten hatten den Mann in Bad Lauterberg im Harz kontrollieren wollen. Dann trat dieser das Gaspedal durch.
  • Nach der Kritik im Zusammenhang mit der jahrelangen Schwachstelle in Computer-Chips hat Intel-Chef Brian Krzanich mehr Transparenz zugesagt. Intel werde häufig über die Verbreitung der nötigen Software-Updates und ihre Wirkung auf die Leistung der Computer veröffentlichen, schrieb Krzanich in einem am Donnerstag veröffentlichten offenen Brief. Außerdem versicherte er, dass der Chipkonzern verantwortungsvoll über neu entdeckte Schwachstellen informieren werde.

Das wird heute spannend oder wichtig:

  • Nach dem geplanten Ende ihrer Sondierungen über eine mögliche neue Bundesregierung wollen Union und SPD das Ergebnis bewerten. Dazu kommen heute Morgen die Spitzengremien von CDU und SPD in Berlin zusammen. Zunächst tagen die engeren Parteiführungen in den Präsidien, dann die größeren Vorstände. Gegen Mittag sollen die Bundestagsfraktionen von Union und SPD informiert werden. Bei der CSU ist auch eine eigene Sitzung der Bundestagsabgeordneten vorgesehen.
  • In den USA steht heute eine wichtige Entscheidung von Präsident Donald Trump über das Atomabkommen mit dem Iran an. Trump muss sagen, ob die Sanktionen gegen Teheran, die durch die Vereinbarung auf Eis gelegt wurden, ausgesetzt bleiben sollen. Entscheidet er sich dagegen, würde das die Zukunft des Abkommens gefährden. Bislang deutet aber alles darauf hin, dass Trump die Maßnahmen nicht wieder in Kraft setzt.
  • In Tschechien beginnt heute die zweitägige Präsidentenwahl. Knapp 8,4 Millionen Bürger sind aufgerufen, ihr Staatsoberhaupt direkt zu bestimmen - erst zum zweiten Mal seit einer Verfassungsänderung aus dem Jahr 2012. Als Favorit unter den neun Kandidaten gilt Umfragen zufolge Amtsinhaber Milos Zeman. Der 73-Jährige hat sich wiederholt gegen die Aufnahme von Flüchtlingen ausgesprochen. Auch ist er für ein Referendum über den EU-Austritt - wenngleich er selbst für den Verbleib stimmen würde. Als größter Herausforderer gilt der Chemieprofessor Jiri Drahos.
  • Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz besucht heute erstmals den französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Mit der Reise nach Paris will der Politiker der konservativen Volkspartei ÖVP ein Zeichen für eine „pro-europäische Haltung“ seiner Regierung mit der rechten FPÖ setzen. Die FPÖ war in der Vergangenheit immer wieder mit EU-kritischen Aussagen aufgefallen. Für Macron dürfte es auch darum gehen, wie der neue Mann in Österreich zu seinen Vorschlägen zur EU-Reform steht.
  • Die Grünen-Fraktion im Bundestag wählt heute ihre Doppelspitze. Die bisherigen Fraktionschefs Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter treten ohne Gegenkandidaten erneut an. Am Mittag wollen die beiden sich nach der Wahl äußern. Auch die Parlamentarische Geschäftsführerin Britta Haßelmann stellt sich wieder zur Wahl und hat keine Konkurrenz. Ziel der zweitägigen Klausur, die am Donnerstag begonnen hatte, war, die 67-köpfige Fraktion in Arbeitsmodus zu bringen und zu beraten, wie die Grünen ihre Themen als kleinste von sechs Fraktionen nach vorn stellen können.
  • Mängel bei der Aufklärung von Todesursachen haben deutschlandweit Diskussionen in Gang gebracht. Frankfurt will als erste Kommune die Leichenschau professioneller gestalten. Stadt, Uni-Klinik und Polizei stellen heute ein entsprechendes Pilotprojekt vor. Die Neuerungen wollen unter anderem Polizeipräsident Gerhard Bereswill und der Direktor des Instituts für Rechtsmedizin, Marcel Verhoff, erläutern.
  • Die Porta Nigra in Trier ist weltbekannt. Sie gilt als das best erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen und als ältestes Baudenkmal seiner Größe in Deutschland. Vieles weiß man über die Unesco-Welterbestätte. Nicht aber, wann genau das „Schwarze Tor“ gebaut wurde. Neue Forschungsergebnisse zur Datierung werden heute im Rheinischen Landesmuseum Trier bekanntgegeben. Vorgestellt werden sie unter anderem vom rheinland-pfälzischen Kulturminister Konrad Wolf (SPD). Bisher reichten die Vermutungen der Forscher zur Erbauung der Porta Nigra von 150 bis 320 nach Christus.
  • Der mutmaßliche Messerstecher von Hamburg-Barmbek muss sich von heute an vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht verantworten. Die Bundesanwaltschaft wirft dem ausreisepflichtigen Asylbewerber Mord sowie versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung in sechs Fällen vor. Ende Juli vergangenen Jahres soll Ahmad A. in einem Hamburger Supermarkt ein Küchenmesser aus der Auslage genommen und zwei Kunden niedergestochen haben. Einer starb noch am Tatort, der andere wurde in einer Notoperation gerettet.
  • Tabellenführer Bayern München eröffnet die Rückrunde der Fußball-Bundesliga am heute Abend (20.30 Uhr/ZDF/Eurosport) mit der Partie bei Bayer Leverkusen. Bayern-Trainer Jupp Heynckes muss im Gastspiel bei seinem früheren Arbeitgeber auf Torjäger Robert Lewandowski und Abwehrspieler Mats Hummels verzichten. Beide sind noch nicht fit. Heynckes bezeichnete die Aufgabe beim Tabellenvierten in Leverkusen als prickelnd und schwierig.
  • In Kroatien beginnt heute (18.15 Uhr) die 13. Handball-Europameisterschaft. Das Turnier auf dem Balkan wird mit den Partien zwischen Schweden und Island sowie Weißrussland gegen Österreich eröffnet. Wenig später (20.30 Uhr) kommt es zu den ersten brisanten Spielen der EM. Gastgeber Kroatien startet gegen Nachbar Serbien in das Turnier, sportliche Duelle beider Nationen waren in der Vergangenheit oft von Ausschreitungen überschattet worden. Gleichzeitig treffen in der Gruppe B die Mitfavoriten Frankreich und Norwegen im ersten Topspiel aufeinander. Titelverteidiger Deutschland spielt erstmals am Samstag (17.15 Uhr/ZDF) gegen Montenegro.
  • Die deutsche Biathlon-Staffel der Männer ist heute beim Weltcup in Ruhpolding gefordert. Beim letzten Staffel-Wettbewerb vor den Winterspielen im Februar in Pyeongchang tritt das deutsche Stamm-Quartett an. Bundestrainer Mark Kirchner nominierte Erik Lesser, Benedikt Doll, Arnd Peiffer und Simon Schempp. Das Rennen über die 4x7,5 Kilometer wird in der ChiemgauArena um 14.30 Uhr (ZDF und Eurosport) gestartet. Im Nebel-Rennen von Oberhof hatte das deutsche Quartett das Podest klar verpasst.

Hier geht es zum täglichen Update von Borussia Dortmund und Schalke 04.


Heute vor...


...51 Jahren starb der Psychologieprofessor James Bredford, der seinen Körper in Kryostase - eine Art Konservierung - versetzte. Er ist der erste Mensch, der sich auf diese Weise eine Wiederbelebung in der Zukunft erhofft.

Das ist in den sozialen Netzwerken los:

Der deutsche Nationalspieler Mats Hummels ist Papa geworden und hat ganz stolz dieses Foto von sich, seiner Frau und seinem kleinen Jungen in diversen sozialen Netzwerken gepostet. Viele User gratulieren dem glücklichen Paar - auch wenn sie auf dem Bild beide ziemlich müde aussehen. Und das wird in den kommenden Monaten mit Sicherheit auch nicht anders sein.

Mit Material von dpa